Profi Tipp von Lucas Müller
“Clarias batrachus ist der legendäre Walking Catfish und einer der robustesten Fische überhaupt. Kein anderer Aquarienbewohner kann ernsthaft behaupten, auf dem Land gehen zu können. Aber ohne sicheren Deckel wird er zur kostspieligen Überraschung auf deinem Wohnzimmerboden.”
| Farbe: | Heller Grundton mit unregelmäßigen dunklen Flecken und Marmorierung (Gescheckt-Variante) |
| Vermehrung: | Externe Befruchtung, Männchen umschlingt Weibchen, Larven nach 24 bis 48 Stunden |
| Herkunft: | Nachzucht |
| Für Anfänger: | Bedingt, sehr robuste Art, aber sicherer Deckel und großes Becken nötig |
Hinweis:Bei diesem Froschwels handelt es sich um eine besondere Rarität. Der Versand erfolgt gesammelt einmal pro Woche, jeweils mittwochs. Geht deine Bestellung vor Montag bei uns ein, kann sie in der Regel noch in derselben Woche versendet werden. Bestellungen ab Montag werden für den Versand in der folgenden Woche eingeplant.
Der Froschwels Gescheckt XL (Clarias batrachus) ist ein faszinierendes und absolut außergewöhnliches Tier, das im Aquarienhandel als "Walking Catfish" oder Gehender Wels bekannt ist. Diese Bezeichnung ist keine Übertreibung: Clarias batrachus kann tatsächlich auf dem Land gehen, indem er seinen steifen Brustflossenstrahl als Stütze nutzt und seinen Körper durch schlängende Bewegungen vorwärts bewegt. Diese Fähigkeit ermöglicht es ihm, bei Nacht Teiche und Gräben zwischen verschiedenen Gewässern zu wechseln. Der Name "Froschwels" verweist auf die froschartige, breite Kopfform mit den kleinen, weit oben sitzenden Augen.
Clarias batrachus stammt aus dem tropischen Asien, von Indien und Sri Lanka über Südostasien bis zu den Philippinen. Er bewohnt stehende und langsam fließende Süßgewässer, Reisfeldteiche, Sümpfe und Kanäle, die oft sehr sauerstoffarm sind. Wie alle Clarias-Arten besitzt er ein Atemhilfsorgan in der Kiemenhöhle, das es ihm erlaubt, direkt atmosphärische Luft aufzunehmen. Diese Anpassung macht ihn extrem widerstandsfähig gegenüber schlechten Wasserverhältnissen. Die "Gescheckt XL"-Variante bezeichnet ein besonders auffälliges, geflecktes oder marmoriertes Farbmuster auf einem hellen Grundton.
Bei GarnelenTv erhältst du Clarias batrachus "Gescheckt XL" als seltene Rarität in ausgewählter Qualität. Diese Art ist für Liebhaber außergewöhnlicher Welse und Großfischhalter eine faszinierende Wahl. Bevor du diese Rarität orderst, stelle sicher, dass du ein ausreichend großes Aquarium ab 400 Litern mit einem absolut sicher schließenden Deckel bereit hast. Clarias batrachus ist einer der hartnäckigsten Ausbrecher unter allen Aquarienfischen.
Die Geschlechterunterscheidung bei Clarias batrachus ist für ungeübte Halter schwierig, bei adulten Tieren aber möglich. Männchen entwickeln eine fleischige, auffällige Urogenitalpapille, die deutlich sichtbar ist. Diese ist bei Männchen länger, spitzer und weiter vom Körper abstehend als beim Weibchen. Zur Laichzeit wird diese Papille noch prominenter und hilft dem Männchen bei der Paarung.
Weibchen sind in der Regel etwas kompakter und bauchiger, besonders wenn sie laichreif sind, da die Eier im Körper deutlich sichtbar den Bauch wölben. Ihr Körperbau wirkt voluminöser und gedrungener als bei den schlanker bleibenden Männchen. Eine sichere Unterscheidung ist erst bei Tieren ab 20 bis 25 Zentimetern verlässlich möglich. Für die Zucht empfiehlt sich das gemeinsame Aufziehen mehrerer Tiere, aus denen sich Paare von selbst bilden.
Für einen einzelnen Clarias batrachus ist ein Aquarium ab 300 bis 400 Litern notwendig, da diese Art bis zu 45 Zentimeter lang werden kann. Für ein Paar oder eine kleine Gruppe entsprechend mehr. Das kritischste Einrichtungsmerkmal ist ein dicht schließender, möglichst schwerer Deckel. Clarias batrachus ist der beste Ausbrecher unter den Aquarienfischen und kann durch Öffnungen entkommen, die viel kleiner wirken als der Fisch selbst. Durch sein Atemhilfsorgan überlebt er außerhalb des Wassers erstaunlich lange.
Der Bodengrund sollte aus feinem Sand oder Kies bestehen. Das Becken benötigt ausreichend Versteckmöglichkeiten in Form von Röhren, Bogenwurzeln und umgestürzten Töpfen, da dieser Wels tagsüber Verstecke bevorzugt und nur in der Dämmerung und Nacht aktiv wird. Pflanzen werden von dieser Art nicht beschädigt, sofern sie fest verankert sind. Ein leistungsstarker externer Filter ist wichtig, da Clarias batrachus viel frisst und entsprechend viel ausscheidet.
Die Wassertemperatur sollte zwischen 22 und 28 Grad Celsius liegen. Clarias batrachus toleriert eine sehr breite Spanne, bevorzugt aber Wärme um die 25 Grad. Der pH-Wert kann zwischen 6,0 und 8,0 variieren. Die Gesamthärte spielt eine untergeordnete Rolle. Regelmäßige Wasserwechsel von 20 bis 25 Prozent wöchentlich halten die Wasserqualität auf gutem Niveau. Fish Humin ist für diesen robusten Wels eine hervorragende Ergänzung, die die natürliche Hautabwehr stärkt und das biologische Gleichgewicht im Becken verbessert.
Clarias batrachus ist ein Allesfresser mit riesigem Appetit und nimmt im Aquarium fast alles an, was in sein breites Maul passt. Großes Granulat bildet die Basis, ergänzt durch Frostfutter wie große Garnelen, Muschelfleisch, Herzstücke und Fischfilet. Auch Flockenfutter und pflanzliche Kost wie Gemüsestreifen werden angenommen. Die Fütterung sollte abends erfolgen, wenn der Wels am aktivsten ist.
Wichtig ist, die Futtermenge an die Körpergröße des Tieres anzupassen und nicht zu überfüttern. Clarias batrachus nimmt so viel Futter auf, wie verfügbar ist, was zu Übergewicht und verkürzter Lebenserwartung führt. Drei- bis viermal wöchentlich in artgerechten Mengen ist ideal. Alle Futterarten, die auf den Bodengrund sinken oder dort platziert werden, werden zuverlässig gefressen. Lebendfutter aus unsicheren Quellen sollte aus parasitologischen Gründen vermieden werden.
Clarias batrachus frisst alles, was in sein Maul passt, und kann daher nur mit Fischen gehalten werden, die zu groß sind, um gefressen zu werden. In ausreichend großen Aquarien kann er mit anderen Großfischen koexistieren, wie dem Chilli Oskar oder dem Ballonkopf Erdfresser. Gegenüber Artgenossen ist er erstaunlich tolerant, solange ausreichend Platz und Futter vorhanden sind.
Kleine Fische, Garnelen, Krebse und Schnecken werden von Clarias batrachus konsequent gefressen. Die reinste und artgerechteste Haltungsform ist das Artbecken mit einem oder mehreren gleichgroßen Tieren. In Asien wird Clarias batrachus als Speisefisch genutzt und ist dort in großen Teichen in Massen gehalten. Im Aquarium beeindruckt er durch sein aktives Fressverhalten, seine Robustheit und seinen unverwechselbaren, amphibischen Charakter.
Die Zucht von Clarias batrachus im Heimaquarium ist möglich, aber anspruchsvoll. Ein harmonisches Pärchen in einem ausreichend großen Becken ab 500 Litern zeigt das natürliche Balzverhalten bei steigenden Temperaturen und regelmäßigen Wasserwechseln. Das Männchen umschlingt das Weibchen während der Paarung und befruchtet die Eier äußerlich. Die Laichbereitschaft wird durch Temperaturschwankungen und das Angebot von viel hochwertigem Lebendfutter gefördert.
Das Weibchen legt mehrere Hundert bis tausende Eier auf dem Bodengrund oder an Pflanzen ab. Die Eier sind klein und werden von keinem Elternteil bewacht. Für eine gezielte Aufzucht sollten die Eier in ein separates Aufzuchtbecken überführt werden, da die Eltern keine Brutpflege betreiben und die Eier oder Larven unter Umständen fressen. Die Larven schlüpfen nach 24 bis 48 Stunden und können nach dem Verbrauch des Dottersacks mit feinsten Artemia-Nauplien gefüttert werden.
| Deutscher Name: | Froschwels Gescheckt |
| Wissenschaftlicher Name: | Clarias batrachus |
| Synonyme / Handelsnamen: | Walking Catfish, Gehender Wels, Froschwels, Clarias batrachus |
| Herkunft: | Südostasien |
| Herkunftsregion: | Tropisches Asien, von Indien bis Südostasien und Philippinen |
| Lebenserwartung: | 8 bis 15 Jahre |
| Endgröße: | 35 bis 45 cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Schnell |
| Wasserparameter: | GH: Tolerant / KH: Tolerant / pH: 6,0 bis 8,0 |
| Temperatur: | 22 bis 28 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel |
| Pflegeaufwand: | Starke Filterung, wöchentlich 20 bis 25 Prozent Wasserwechsel, absolut sicherer Deckel nötig |
| Aquariengröße: | Ab 300 Liter |
| Empfohlene Gruppengröße: | Einzelhaltung oder Gruppen gleich großer Tiere |
| Futter: | Granulat groß, Frostfutter, Fischfilet, Gemüse, Allesfresser |
| Fischgruppe: | Luftatmende Welse (Clariidae) |
| Schwimmzone: | Boden |
| Sozialverhalten: | Friedlich gegenüber Artgenossen gleicher Größe, frisst alles Kleinere |
| Farben / Varianten: | Wildform dunkel, Albino, Gescheckt (Leucistic) |
| Besondere Merkmale: | Kann an Land gehen und kurze Strecken laufen, Atemhilfsorgan, Ausbrecher erster Klasse |
| Aktivitätsphasen: | Dämmerungs- und nachtaktiv |
| Zucht: | Externe Befruchtung, keine Brutpflege, Eier in separates Aufzuchtbecken überführen |
| Verhalten: | Nachtaktiv, Bodenräuber, extrem robust, kann an Land kriechen, sehr robust gegenüber Wasserqualität |
| Vergesellschaftung: | Nur mit gleich großen Fischen, frisst alles was ins Maul passt. Sicherer Deckel zwingend nötig. |
| Art | Möglich? | Begründung |
| mit Garnelen | Garnelen werden gefressen. | |
| mit Schnecken | Schnecken werden gefressen. | |
| mit Zwergkrebsen | Zwergkrebse werden sofort gefressen. | |
| mit Großkrebsen | Großkrebse werden gefressen. | |
| mit friedlichen Fischen | Alles was ins Maul passt wird gefressen. Nur Großfische können koexistieren. | |
| mit aggressiven Arten | Aggressive Großfische könnten den Wels angreifen. | |
| mit Welsen | Gleich große Artgenossen oder andere große Welse können koexistieren. |