
Profi Tipp von Lucas Müller
“Der LDA16 Rot schwarze Antennenwels Ancistrus sp. gehört zu den robusteren Ancistrus Formen, zeigt aber deutlich stärkeres Revierverhalten als viele Standardformen. In der Praxis entstehen Probleme fast immer durch zu wenige Höhlen. Besonders Männchen beanspruchen feste Rückzugsorte und verteidigen diese aktiv. Jedes adulte Tier sollte mindestens eine eigene Höhle zur Verfügung haben, idealerweise mehr, um Stress zu vermeiden. Wurzeln sind ebenfalls wichtig, da Ancistrus kontinuierlich Oberflächen abraspeln und dabei Mikroorganismen aufnehmen. Diese natürliche Nahrungsquelle unterstützt die Verdauung und Vitalität. Eine stabile Wasserqualität fördert Wachstum und Farbintensität. Huminstoffe können helfen, Schleimhäute zu stabilisieren und Stress nach Wartungsarbeiten zu reduzieren. Fish Humin wird gezielt eingesetzt, um die Wasserbiologie konstant zu halten. Gefüttert wird ergänzend mit pflanzlichem Sinkfutter, während Holz und Aufwuchs eine wichtige Basis darstellen.”
| Farbe: | Dunkelbraun bis schwarz mit rötlichen Anteilen und kontrastreicher Zeichnung |
| Vermehrung: | Gut möglich, typische Höhlenbrut mit männlicher Brutpflege |
| Herkunft: | Nachzuchten |
| Für Anfänger: | Gut geeignet |
Der LDA16 Rot schwarze Antennenwels Ancistrus sp.ist eine besonders attraktive Farbform innerhalb der Antennenwelse und zeichnet sich durch seine kontrastreiche dunkelbraune bis schwarze Grundfärbung mit rötlichen Anteilen aus. Diese intensive Färbung entwickelt sich vor allem bei stabilen Wasserbedingungen und guter Ernährung vollständig und macht ihn zu einem auffälligen Bodenbewohner im Aquarium.
In seiner natürlichen Umgebung leben Ancistrus Arten in strukturreichen Flussabschnitten mit Wurzeln, Steinen und vielen Versteckmöglichkeiten. Dieses Verhalten zeigt sich auch im Aquarium. Der LDA16 ist überwiegend dämmerungs und nachtaktiv und verbringt den Tag in Höhlen oder unter Wurzeln. Mit Einbruch der Dämmerung wird er aktiv und beginnt, Oberflächen systematisch nach Nahrung abzusuchen.
Trotz seines ausgeprägten Revierverhaltens gegenüber Artgenossen ist der LDA16 gegenüber anderen Fischarten friedlich und gut in Gesellschaftsaquarien integrierbar. In einem gut strukturierten Aquarium mit ausreichend Rückzugsorten entwickelt er ein natürliches Verhalten und zeigt seine charakteristische Färbung besonders intensiv.
Der LDA16 Rot schwarze Antennenwels Ancistrus sp. benötigt ein gut strukturiertes Aquarium mit zahlreichen Verstecken und stabilen Rückzugsorten. Besonders wichtig sind passende Höhlen aus Ton, Stein oder Wurzeln, da diese Art feste Reviere bildet. Jedes adulte Tier sollte mindestens eine eigene Höhle besitzen, um innerartlichen Stress zu vermeiden. Wurzeln sind ebenfalls unverzichtbar, da sie als Ruheplatz und natürliche Weidefläche dienen.
Der Bodengrund sollte fein bis mittelkörnig sein, um Verletzungen zu vermeiden. Pflanzen können problemlos integriert werden, solange ausreichend strukturierte Bereiche erhalten bleiben. Beleuchtung ist zweitrangig, wichtig sind schattige Zonen, die Sicherheit vermitteln.
Eine stabile Wasserqualität ist entscheidend für langfristige Gesundheit und Farbentwicklung. Eine zuverlässige biologische Filterung und regelmäßige Wasserwechsel fördern Vitalität und Aktivität. Extreme Strömung ist nicht notwendig, eine gleichmäßige Wasserbewegung reicht aus.
Huminstoffe können helfen, Schleimhäute zu stabilisieren und Stress nach Wartungsarbeiten zu reduzieren. Fish Humin wird häufig ergänzend eingesetzt, um die Wasserbiologie konstant zu halten. Konstante Pflege und eine strukturreiche Einrichtung sorgen dafür, dass der LDA16 aktiv bleibt und seine intensive Färbung vollständig entwickelt.
Der LDA16 Rot schwarze Antennenwels Ancistrus sp. ist ein überwiegend pflanzenorientierter Aufwuchsfresser, der im Aquarium kontinuierlich Oberflächen nach Biofilm, Algen und Mikroorganismen absucht. Diese natürliche Nahrungsquelle bildet die Basis seiner Ernährung und sollte durch strukturreiche Einrichtung mit Wurzeln und Dekoration unterstützt werden.
Ergänzend wird pflanzenbetontes Welsfutter mit hohem Faseranteil angeboten. Spirulina basierte Nahrungstabletten und pflanzliche Wels Chips unterstützen eine ausgewogene Ernährung und fördern Wachstum sowie Farbintensität.
Gefüttert wird vorzugsweise in den Abendstunden, wenn die Tiere aktiv werden. Kleine Portionen vermeiden Wasserbelastung und fördern ein natürliches Fressverhalten. Eine stabile Wasserbiologie unterstützt Verdauung und Vitalität. Huminstoffe können helfen, Schleimhäute zu schützen und Stress zu reduzieren. Fish Humin wird häufig ergänzend eingesetzt, um konstante Bedingungen zu fördern und die langfristige Gesundheit zu unterstützen.
Der LDA16 Rot schwarze Antennenwels Ancistrus sp. ist gegenüber anderen Fischarten friedlich und lässt sich gut in strukturierte Gesellschaftsaquarien integrieren. Konflikte entstehen hauptsächlich innerartlich, besonders zwischen Männchen, wenn zu wenige Höhlen vorhanden sind. Mit ausreichender Struktur und mehreren Rückzugsorten bleibt das Sozialverhalten stabil und stressfrei.
Geeignet sind ruhige bis mittelaktive Fischarten, die überwiegend mittlere und obere Wasserzonen nutzen. Dadurch entsteht keine direkte Konkurrenz um Höhlen und Bodenbereiche. Auch die Vergesellschaftung mit Garnelen und Schnecken funktioniert in gut eingerichteten Aquarien zuverlässig, da unterschiedliche Nahrungsquellen genutzt werden.
Problematisch sind stark territoriale Bodenfische oder aggressive Arten, die Höhlen besetzen oder dauerhafte Unruhe verursachen. In einem gut strukturierten Aquarium bleibt der LDA16 ein ruhiger, gut integrierbarer Bodenbewohner, der sich harmonisch in eine passende Gemeinschaft einfügt.
Die Zucht des LDA16 Rot schwarze Antennenwels Ancistrus sp. ist im Aquarium gut möglich und gehört zu den regelmäßig erfolgreichen Harnischwels Nachzuchten. Voraussetzung sind stabile Wasserbedingungen, passende Höhlen und gut konditionierte adulte Tiere. Das Männchen wählt eine enge Höhle als Brutplatz und lockt das Weibchen hinein. Nach der Eiablage übernimmt das Männchen die vollständige Brutpflege.
Das Männchen befächelt das Gelege kontinuierlich mit Frischwasser und verteidigt die Höhle aktiv gegen Eindringlinge. Diese Phase dauert je nach Temperatur etwa fünf bis sieben Tage bis zum Schlupf. Während dieser Zeit verlässt das Männchen die Höhle kaum.
Nach dem Schlupf verbleiben die Jungtiere zunächst in der Höhle und ernähren sich vom Dottersack. Anschließend beginnen sie, Biofilm und pflanzliche Nahrung aufzunehmen. Wurzeln und strukturreiche Oberflächen sind für die Entwicklung der Jungtiere besonders wichtig. Saubere Wasserbedingungen und regelmäßige Wasserwechsel fördern gleichmäßiges Wachstum. Huminstoffe können helfen, Stress zu reduzieren und stabile Bedingungen zu unterstützen.
| Deutscher Name: | Rot schwarzer Antennenwels |
| Wissenschaftlicher Name: | Ancistrus sp. LDA16 |
| Synonyme / Handelsnamen: | LDA16 Ancistrus |
| Herkunftsregion: | Amazonas Einzugsgebiet |
| Lebenserwartung: | Etwa 6 bis 10 Jahre |
| Endgröße: | Rund 10 bis 12 cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Mittel schnell |
| Wasserparameter: | GH: 2 bis 15 / KH: 0 bis 8 / pH: 6,0 bis 7,5 |
| Temperatur: | 23 bis 28 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach |
| Pflegeaufwand: | Moderat durch Bedarf an Höhlen und stabiler Wasserpflege, Einsatz von Fish Humin zur Stabilisierung sinnvoll |
| Aquariengröße: | Ab 80 Liter |
| Empfohlene Gruppengröße: | Einzelhaltung oder kleine Gruppe mit mehreren Höhlen |
| Futter: | Pflanzliche Nahrungstabletten, Spirulina basiertes Welsfutter Biofilm |
| Fischgruppe: | Harnischwelse Loricariidae |
| Schwimmzone: | Boden / Scheibe |
| Sozialverhalten: | Friedlich mit leichtem Revierverhalten |
| Farben / Varianten: | Rot schwarz gefärbte Form |
| Besondere Merkmale: | Männchen mit typischen Antennenfortsätzen |
| Aktivitätsphasen: | Dämmerung und nachtaktiv |
| Zucht: | Gut möglich im Aquarium |
| Verhalten: | Ruhiger strukturgebundener Bodenbewohner |
| Vergesellschaftung: | Sehr gut für Gesellschaftsaquarien geeignet |
| Art | Möglich? | Begründung |
| mit Garnelen | LDA16 Ancistrus sp. ist vollständig friedlich gegenüber Garnelen. Er zeigt keinerlei Jagdverhalten. Selbst Junggarnelen werden in stabilen Aquarien nicht aktiv verfolgt. Beide Arten nutzen unterschiedliche Nahrungsquellen und profitieren voneinander durch Biofilm Nutzung. | |
| mit Schnecken | Schnecken werden vollständig ignoriert. Es besteht weder Konkurrenz noch ein Risiko für Verletzungen. | |
| mit Zwergkrebsen | Kann funktionieren, wenn ausreichend Höhlen vorhanden sind. Zwergkrebse können gelegentlich versuchen, den Wels zu bedrängen. | |
| mit Großkrebsen | Großkrebse können Ancistrus verletzen oder dauerhaft stressen. | |
| mit friedlichen Fischen | Ideale Vergesellschaftung, da Ancistrus ausschließlich bodenorientiert lebt und keine Konkurrenz entsteht. | |
| mit aggressiven Arten | Aggressive Fische können den Antennenwels stressen und von Höhlen verdrängen. | |
| mit Welsen | Mit anderen Bodenwelsen bei genügend Platz und mehreren Höhlen möglich. Ohne Struktur kommt es schnell zu Verdrängung. |