
Profi Tipp von Lucas Müller
“Synodontis eupterus ist ein Wels mit echter Persönlichkeit. Diese hohe Rückenflosse, dieser Charakter, dieser Blick. Wenn er abends aus seinem Wurzelversteck herauskommt und mit aufgestellter Flosse durchs Becken gleitet, ist das echter Aquaristik-Genuss.”
| Farbe: | Hellbraun bis graubraun mit dunklen Flecken, hohe schwarze Segelflosse |
| Vermehrung: | In Aquarien selten, erfordert Hormongaben oder spezifische Regenzeit-Simulation |
| Herkunft: | Nachzucht |
| Für Anfänger: | Bedingt, Beckengröße und Mitbewohner-Selektion beachten |
Hinweis: Bei diesem Hochflossen-Fiederbartwels handelt es sich um eine besondere Rarität. Der Versand erfolgt gesammelt einmal pro Woche, jeweils mittwochs. Geht deine Bestellung vor Montag bei uns ein, kann sie in der Regel noch in derselben Woche versendet werden. Bestellungen ab Montag werden für den Versand in der folgenden Woche eingeplant.
Der Hochflossen-Fiederbartwels (Synodontis eupterus) ist einer der eindrucksvollsten und markantesten Welse aus der artenreichen Gattung Synodontis. Sein unverkennbarstes Merkmal ist die außergewöhnlich hohe, segelartige Rückenflosse, die ihm nicht nur den deutschen Namen "Hochflossen-Fiederbartwels" eingebracht hat, sondern ihn auch in jedem Aquarium sofort zum Blickfang macht. Kombiniert mit den typischen Synodontis-Barteln, dem gemusterten Körper aus dunklen Flecken auf hellbraunem bis grauem Grund und dem charakteristischen "Upside-down"-Verhalten dieser Gattung, ist Synodontis eupterus ein Aquarienfisch, der Erfahrung, Charakter und Schönheit in einem Tier vereint.
In der Natur ist Synodontis eupterus in den tropischen Fließgewässern Westafrikas und des Kongobeckens verbreitet, wo er in mittelschnell fließenden Flüssen und Seen lebt. Dort bewohnt er Zonen mit reichlich Totholz, Steinen und organischen Ablagerungen am Grund, wo er sich tagsüber versteckt und in der Dämmerung aktiv wird. Synodontis eupterus ist ein opportunistischer Allesfresser, der Wirbellose, organische Partikel, Algen und gelegentlich Kleinstfische aufnimmt. Die hohe Rückenflosse ist in der Natur möglicherweise ein Warnmerkmal oder dient der Scheinvergrößerung gegenüber Fressfeinden.
GarnelenTv bietet Synodontis eupterus als qualitativ hochwertige Tiere an, die sich bereits an Aquarienbedingungen und Fertigfutter gewöhnt haben. Diese Rarität steht nur begrenzt zur Verfügung. Als nachtaktiver Bodenbewohner mit der beeindruckenden Hochflosse bereichert er jedes mittelgroße bis große Gemeinschaftsaquarium und ist ein unverzichtbares Highlight für Wels-Liebhaber und Sammler außergewöhnlicher Arten.
Die Geschlechterunterscheidung bei Synodontis eupterus ist ohne genaue Beobachtung schwierig und gelingt sicher erst bei adulten Tieren. Weibchen sind insgesamt etwas fülliger und breiter im Bauchbereich, besonders zur Laichzeit. Männchen sind tendenziell schlanker und zeigen in manchen Populationen eine etwas intensivere Körperzeichnung. Die hohe Rückenflosse ist bei beiden Geschlechtern ausgeprägt, wirkt bei Männchen jedoch oft etwas spitzer.
Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist in der Praxis beim Synodontis eupterus für Aquarianer schwierig und gelingt am ehesten durch den direkten Vergleich mehrerer Tiere. Für eine Zucht empfiehlt sich das Halten einer Gruppe von vier bis sechs Tieren, aus der sich Paare natürlich bilden können. Synodontis-Arten wurden bereits in Aquarien nachgezogen, erfordern jedoch spezifische Auslösereize wie simulierte Regenzeiten und Hormongaben, weshalb Zuchterfolge in Heimaquarien selten sind.
Synodontis eupterus benötigt ein Aquarium ab 200 Litern, da er bis zu 25 cm Körperlänge erreichen kann und ausreichend Schwimmraum sowie Versteckmöglichkeiten benötigt. Das Becken sollte mit reichlich Wurzeln, flachen Steinen und Rohren ausgestattet sein, die als Tagesverstecke dienen. Als nachtaktiver Fisch verbringt er den Tag oft still in seinen Verstecken und wird abends und nachts aktiv und deutlich lebhafter. Ein Deckel ist wichtig, da Synodontis-Arten gelegentlich aus dem Aquarium springen.
Weicher bis mittelhartes Wasser ist ideal, wobei Synodontis eupterus aber auch etwas härteres Wasser toleriert. Die optimale Wassertemperatur liegt zwischen 23 und 28 Grad Celsius, der pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Eine gute Filterung mit ausreichend Wasserumlauf ist wichtig. Fish Humin kann in geringer Dosierung die Schleimhautgesundheit unterstützen und das natürliche Schwarzwasser-Milieu Westafrikas teilweise nachahmen. Wöchentliche Wasserwechsel von 20 bis 25 Prozent halten die Wasserqualität hoch.
Dunkler Bodengrund und abgedunkeltes Licht durch Schwimmpflanzen oder Treibholz entsprechen dem natürlichen Habitat und bringen Synodontis eupterus dazu, deutlich aktiver auch tagsüber zu werden. Unter schwachem Licht verlässt er seine Verstecke häufiger und zeigt sein beeindruckendes Schwimmverhalten mit der hochgestellten Rückenflosse im freien Wasser.
Synodontis eupterus ist ein unkomplizierter Allesfresser, der ein breites Nahrungsspektrum akzeptiert. Hochwertige sinkende Wels-Pellets und Granulat und Flockenfutter sind die Basis. Ergänzend werden Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven (rot und schwarz), Tubifex und Daphnien enthusiastisch gefressen.
Pflanzliche Komponenten sollten Teil der Ernährung sein: blanchierte Zucchini, Gurkenscheiben und Spirulina-Pellets werden gern angenommen. Die Fütterung sollte abends kurz nach dem Ausschalten des Lichts erfolgen, da Synodontis eupterus dann am aktivsten ist. Zwei Fütterungen täglich sind ideal. Überschüssiges Futter am nächsten Morgen absammeln, um die Wasserqualität zu erhalten.
Synodontis eupterus ist gegenüber anderen Fischarten weitgehend friedlich, kann aber kleinere Fische in der Nacht bedrängen. Ideale Mitbewohner sind mittelgroße bis große, robuste Fische der mittleren und oberen Wasserschicht wie Barben, größere Salmler, Heros severum oder wenig aggressive Buntbarsche. Andere Synodontis-Arten sind häufig gute Mitbewohner.
Kleine Fische unter 4 cm sind als Mitbewohner nicht geeignet, da sie nachts gefressen werden können. Panzerwelse sind trotzdem als Bodenbegleiter möglich, da sie sich tagsüber wenig überschneiden. Garnelen sind für adulte Tiere keine geeigneten Mitbewohner. Schnecken mit fester Schale werden toleriert. In einem großen Gesellschaftsbecken mit robusten Mitbewohnern ist Synodontis eupterus ein friedlicher, spannender und charaktervoller Fisch.
Die Zucht von Synodontis eupterus in Aquarien ist anspruchsvoll und selten. In der Natur laicht diese Art in der Regenzeit, ausgelöst durch Temperaturschwankungen, veränderten Wasserdruck und erhöhten Sauerstoffgehalt. Im Aquarium sind Zuchterfolge ohne Hormongaben oder sehr spezifische Auslösereize kaum zu erzielen. Eine Gruppe von vier bis sechs Tieren halten und beobachten, ob sich Paare bilden.
Für Zuchterfolge sind tiefe Becken mit starker Filterung, regelmäßige Wasserwechsel mit kühltem Wasser als Regenzeit-Simulation und ggf. professionelle Hormonstimulation notwendig. Die Eier werden an Steinen oder Wurzeln abgelegt. Jungfische der Synodontis-Arten sind nach dem Schlupf auf Artemia-Nauplien und Staubtrockennahrung angewiesen. Aufgrund der Zuchtanforderungen stammen die meisten im Handel erhältlichen Tiere aus kommerzieller Aufzucht.
| Deutscher Name: | Hochflossen-Fiederbartwels |
| Wissenschaftlicher Name: | Synodontis eupterus |
| Synonyme / Handelsnamen: | Featherfin Squeaker, Featherfin Catfish, Hochflossenwels, Synodontis eupterus |
| Herkunft: | Westafrika |
| Herkunftsregion: | Tropisches Westafrika, Kongobecken, Flusssysteme |
| Lebenserwartung: | 10 bis 15 Jahre |
| Endgröße: | 20 bis 25 cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Mittel bis langsam |
| Wasserparameter: | GH: 5 bis 15 / KH: 2 bis 10 / pH: 6,5 bis 7,5 |
| Temperatur: | 23 bis 28 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel |
| Pflegeaufwand: | Reichlich Verstecke, abendliche Fütterung, wöchentlich 20 Prozent Wasserwechsel |
| Aquariengröße: | Ab 200 Liter |
| Empfohlene Gruppengröße: | Einzeltier oder Gruppe von 4 bis 6 Tieren |
| Futter: | Wels-Pellets, Flockenfutter, Frostfutter Artemia, Mückenlarven, Tubifex, Zucchini |
| Fischgruppe: | Borstenmaul- und Fiederbartwelse (Mochokidae) |
| Schwimmzone: | Mitte / Unten |
| Sozialverhalten: | Weitgehend friedlich, kleine Fische unter 4 cm nachts gefährdet, ab 200 Liter |
| Farben / Varianten: | Wildform |
| Besondere Merkmale: | Außergewöhnlich hohe, segelartige Rückenflosse, Mochokidae-typische Barteln |
| Aktivitätsphasen: | Nachtaktiv, dämmerungsaktiv |
| Zucht: | Sehr anspruchsvoll, selten in Aquarien, Hormonstimulation meist notwendig |
| Verhalten: | Nachtaktiv, tagsüber in Verstecken, abends und nachts aktiv und lebhaft |
| Vergesellschaftung: | Weitgehend friedlich mit robusten mittelgroßen Fischen, keine Kleinstfische |
| Art | Möglich? | Begründung |
| mit Garnelen | Werden nachts als Futter betrachtet. | |
| mit Schnecken | Schnecken mit fester Schale werden toleriert. | |
| mit Zwergkrebsen | Werden nachts als Beute betrachtet. | |
| mit Großkrebsen | Nur mit sehr friedlichen Großkrebsen ohne Gefährdungspotenzial. | |
| mit friedlichen Fischen | Gut mit robusten mittelgroßen bis großen Fischen. | |
| mit aggressiven Arten | Aggressive Arten stressen den nachtaktiven Wels. | |
| mit Welsen | Andere Synodontis-Arten oder große Panzerwelse als Mitbewohner möglich. |