
Profi Tipp von Lucas Müller
“Das Wabenmuster des L 089 ist für mich eines der schönsten Muster überhaupt in der Welswelt. Diese regelmäßigen hellen Waben auf tiefem Schwarz sind geometrisch perfekt. Und dazu noch ein zuverlässiger Algenfresser mit Charakter und Brutpflege.”
| Farbe: | Schwarz bis dunkelbraun mit hellen sechseckigen Waben-Flecken, Borstenaufsätze beim Männchen |
| Vermehrung: | Höhlenlaicher, Männchen bewacht Eier, Jungfische nach 4 bis 7 Tagen, Wabenmuster früh erkennbar |
| Herkunft: | Nachzucht |
| Für Anfänger: | Ja, sehr pflegeleicht mit nützlichem Algenfressen |
Der L 089 Honeycomb Ancistrus (Ancistrus spec. Honeycomb) ist eine der optisch auffälligsten und begehrtesten Zuchtformen und Lokalvarianten des bekannten Borstenmaul-Antennenwelses, der durch sein unverwechselbares Wabenmuster, das dem Honeycomb-Typen seinen Namen gegeben hat, sofort aus der Masse der Ancistrus-Arten heraussticht. Das Wabenmuster besteht aus einer dichten Anordnung von hellen, sechseckigen oder rundlichen Flecken auf dunkelbraunem bis schwarzem Grund, die in ihrer regelmäßigen Struktur tatsächlich an die Waben eines Bienenstocks erinnern. Diese Zeichnung ist besonders kontrastreich und in ihrer Dichte und Regelmäßigkeit einzigartig in der Gattung Ancistrus, die bereits durch ihre charakteristischen Borstenmaul-Aufsätze der Männchen zu den unverwechselbarsten Welsgruppen der Aquaristik gehört.
Ancistrus-Arten stammen ursprünglich aus den tropischen Flusssystemen Südamerikas, insbesondere aus dem Amazonasbecken und seinen Zuflüssen, wo sie in sauerstoffreichem, klarem bis leicht getöntem Wasser an Steinen, Wurzeln und Felsen leben. Sie sind auf das Leben im strömungsreichen Wasser spezialisiert und haben eine Saugscheibe entwickelt, mit der sie sich an strömungsexponierten Oberflächen festhalten und Algen und Aufwuchs abweiden können. Diese Kombination aus Saugfunktion und der raspelähnlichen Mundbeschaffenheit macht Ancistrus-Arten zu hocheffizienten biologischen Algenfressern, die in der Aquaristik nicht nur durch ihre Optik, sondern auch durch ihren praktischen Nutzen geschätzt werden.
GarnelenTv bietet den L 089 Honeycomb Ancistrus als qualitativ hochwertige Tiere an, die an Aquarienbedingungen gewöhnt sind und sowohl Trockenfutter als auch Frischkost problemlos akzeptieren. Als pflegeleichter Algenfresser mit einzigartiger Wabenzeichnung ist er sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Aquarianer ein attraktiver und nützlicher Beckeninsasse. Fish Humin unterstützt die Schleimhautgesundheit dieser bodenbewohnenden Welse und fördert die natürliche Abwehrkraft.
Die Geschlechterunterscheidung beim Honeycomb Ancistrus ist sehr einfach und bereits bei Jungtieren ab etwa 5 cm möglich. Männchen entwickeln die charakteristischen fleischigen Borstenaufsätze auf der Schnauze, die sogenannten Odontoden, die bei größeren Tieren sehr auffällig sind und dem Fisch einen unverwechselbaren Charakter verleihen. Diese Borstenaufsätze sind bei Männchen deutlich ausgeprägter als bei Weibchen, die nur vereinzelte, kleinere Borstenansätze an den Schnauzenrändern tragen.
Weibchen sind körperlich oft etwas größer und fülliger als Männchen, besonders zur Laichzeit, wenn der Bauch prall mit Eiern gefüllt ist. Das Wabenmuster des Honeycomb-Typs ist bei beiden Geschlechtern gleich intensiv ausgeprägt. Für eine geplante Zucht empfiehlt sich die Haltung eines Männchens mit ein bis zwei Weibchen in einem Becken mit ausreichend Höhlen und Röhren als Laichplätze.
Der Honeycomb Ancistrus ist ein unkomplizierter Pflegling für Becken ab 60 Litern. Er benötigt ausreichend Verstecke in Form von Tonröhren, Bambusröhren, Holzhöhlen oder flachen Steinen, unter denen er sich tagsüber aufhält. Als bodenbewohnende Art verbringt er den Tag größtenteils ruhend auf Steinen oder in Höhlen und wird in der Dämmerung aktiver. Treibholz ist für Ancistrus-Arten sehr wichtig: Sie raspeln Holz als Rohfaserquelle ab und benötigen es für ihre Verdauungsgesundheit.
Die optimale Wassertemperatur liegt zwischen 22 und 28 Grad Celsius. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 bis 7,5 liegen, die Gesamthärte zwischen 5 und 15 °dGH. Weiches bis mittelhartes Wasser ist ideal. Fish Humin und Seemandelbaumblätter schaffen ein leicht gebräuntes Wasser, das dem natürlichen Amazonas-Habitat entspricht. Gute Filterung mit mäßiger Strömung ist wichtig, da Ancistrus-Arten an sauerstoffreiches Wasser angepasst sind. Wöchentliche Wasserwechsel von 20 bis 25 Prozent halten die Wasserqualität hoch.
Treibholz-Stücke sind unverzichtbar: Ancistrus-Welse raspeln das Holz nicht nur als Ballaststoffquelle ab, sondern verwenden es auch als Höhlenersatz und Reviermarkierung. Java-Moos und Anubias auf Steinen oder Holz befestigt dienen als Aufwuchs-Nahrungsquelle und Biotop-Dekoration. Klare, gut belüftete Becken sind besser als trübes, sauerstoffarmes Wasser. Im Sommer auf ausreichende Kühlung und Belüftung achten.
Der Honeycomb Ancistrus ist ein überwiegend pflanzenfressender Aufwuchsspezialist. Wels-Granulat und sinkende Algentabletten bilden die tägliche Basis. Pflanzliche Frischkost aus blanchierten Zucchini-Scheiben, Gurkenstücken, blanchiertem Brokkoli und Salat werden enthusiastisch von den Scheiben und Steinen abgeweidet.
Nori-Algenblätter (Seetang) sind eine ideale Ergänzung, die dem natürlichen Nahrungsspektrum sehr nahe kommen und von Ancistrus-Arten hervorragend angenommen werden. Abends füttern, wenn die Welse aktiver sind. Treibholz im Becken niemals entfernen: Es ist eine permanente Nahrungsquelle und Verhaltensgrundlage. Tierisches Protein in Form von Artemia oder Tubifex kann als Ergänzung einmal pro Woche gegeben werden, da auch Ancistrus-Arten gelegentlich tierische Kost benötigen.
Der Honeycomb Ancistrus ist gegenüber anderen Fischarten sehr friedlich und eignet sich für ein breites Spektrum an Gemeinschaftsbecken. Mit anderen Panzerwelsen der Gattung Corydoras versteht er sich gut, da er unterschiedliche Mikrohabitate bevorzugt. Andere Corydoras-Arten besetzen den freien Bodenbereich, während Ancistrus hauptsächlich auf senkrechten und schrägen Flächen zu finden ist.
Achtung: Männliche Honeycomb Ancistrus sind untereinander territorial und bekämpfen sich in kleinen Becken. Pro Becken ein Männchen, zwei bis drei Weibchen. Gegenüber anderen Welsgattungen ist er harmlos. Schwarmfische der mittleren und oberen Wasserschicht sind ideale Mitbewohner. Garnelen werden vollständig ignoriert. Schnecken koexistieren problemlos. Keine aggressiven Buntbarsche, die die Welse in Höhlen treiben.
Die Zucht des Honeycomb Ancistrus ist in einem gut eingerichteten Becken gut machbar und ähnelt der anderer Ancistrus-Arten. Das Männchen räumt eine Höhle oder Röhre aus und lockt das Weibchen zur Eiablage hinein. Die Eier werden vom Männchen bewacht und befächelt. Das Weibchen wird nach der Eiablage vom Männchen aus der Höhle vertrieben und übernimmt keine weitere Brutpflege.
Das Männchen betreibt intensive Brutpflege: Es befächelt die Eier dauerhaft mit frischem, sauerstoffreichem Wasser, reinigt die Eier und frisst abgestorbene Eier um eine Verpilzung der gesunden Eier zu verhindern. Nach 4 bis 7 Tagen schlüpfen die Larven mit großem Dottersack. Nach weiteren 3 bis 5 Tagen sind die Jungfische frei schwimmend und beginnen sofort mit der Aufnahme von Algenmaterial, Zucchini-Abschaben und Artemia-Nauplien. Das Wabenzeichnungsmuster ist schon bei Jungfischen ab etwa 2 cm erkennbar.
| Deutscher Name: | L 089 Honeycomb Antennenwels |
| Wissenschaftlicher Name: | Ancistrus spec. Honeycomb |
| Synonyme / Handelsnamen: | Honeycomb Bristlenose, L089, Ancistrus Honeycomb, Waben-Antennenwels |
| Herkunft: | Südamerika |
| Herkunftsregion: | Amazonasbecken und Zuflüsse, tropisches Südamerika |
| Lebenserwartung: | 10 bis 15 Jahre |
| Endgröße: | 10 bis 15 cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Mittel bis langsam |
| Wasserparameter: | GH: 5 bis 15 / KH: 2 bis 10 / pH: 6,0 bis 7,5 |
| Temperatur: | 22 bis 28 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach |
| Pflegeaufwand: | Treibholz zwingend, Höhlen als Versteck, wöchentlich 20 Prozent Wasserwechsel |
| Aquariengröße: | Ab 60 Liter |
| Empfohlene Gruppengröße: | Einzeltier oder 1 Männchen mit 1 bis 2 Weibchen |
| Futter: | Algentabletten, Wels-Granulat, Zucchini, Gurke, Nori-Algen, Treibholz als Ballaststoff |
| Fischgruppe: | Saugwelse (Loricariidae) |
| Schwimmzone: | Boden |
| Sozialverhalten: | Friedlich, nur ein Männchen pro Becken, Weibchen verträglich, guter Algenfresser |
| Farben / Varianten: | Honeycomb Lokalform |
| Besondere Merkmale: | Einzigartiges Wabenmuster, Borstenaufsätze beim Männchen, biologischer Algenfresser |
| Aktivitätsphasen: | Dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber ruhend |
| Zucht: | Höhlenlaicher, Männchen betreibt Brutpflege allein, Tonröhren als Laichplatz, einfach |
| Verhalten: | Friedlich, bodenbewohnend, Algenfresser, Männchen territorial gegenüber Artgenossen, Höhlenlaicher |
| Vergesellschaftung: | Friedlich mit allen ruhigen Arten, nur ein Männchen je Becken empfohlen |
| Art | Möglich? | Begründung |
| mit Garnelen | Garnelen werden vollständig ignoriert. | |
| mit Schnecken | Schnecken werden ignoriert und toleriert. | |
| mit Zwergkrebsen | Zwergkrebse werden vollständig toleriert. | |
| mit Großkrebsen | Friedliche Großkrebse können koexistieren. | |
| mit friedlichen Fischen | Hervorragend mit allen kleinen bis mittelgroßen friedlichen Fischen. | |
| mit aggressiven Arten | Aggressive Arten stören den Wels in seinen Verstecken. | |
| mit Welsen | Andere Welsarten aus anderen Mikrozonen möglich; nur ein Honeycomb-Männchen pro Becken. |