
Profi Tipp von Lucas Müller
“Weibliche Koi-Kampffische sind deutlich friedlicher als ihre männlichen Artgenossen, können aber untereinander oder gegenüber anderen Fischen mit langen Flossen dennoch zickig werden. Biete ihnen viele Sichtbarrieren wie Pflanzenbüsche und Wurzeln, damit sich die Tiere aus dem Weg gehen können. Ein leicht gedämpftes Licht und dunkler Bodengrund lassen zudem die intensiven Koi-Farben besonders leuchten.”
| Vermehrung: | Einfach |
| Wasserwerte: | Mittel bis hart |
| Für Anfänger: | Ja für Informierte Anfänger geeignet |
Der Kampffisch weiblich „Koi“ ist eine faszinierende und farbenprächtige Zuchtform des bekannten Siamesischen Kampffischs. Seine leuchtenden Farbmuster in Rot, Weiß und Schwarz erinnern an die eleganten Koi-Karpfen und machen ihn zu einem echten Blickfang im Aquarium. Anders als die oft territorialen Männchen sind weibliche Koi-Kampffische weniger aggressiv und können unter bestimmten Bedingungen auch in einem geeigneten Gemeinschaftsaquarium gepflegt werden.
Ein gut eingerichtetes Aquarium mit feinem, dunklem Bodengrund hebt die Farben dieser wunderschönen Fische besonders hervor. Für eine naturnahe Gestaltung eignen sich Wurzeln und Aquarienpflanzen, die gleichzeitig Rückzugsorte bieten. Auch schwimmende Pflanzen können integriert werden, um den natürlichen Lebensraum nachzuahmen.
Koi-Kampffische fühlen sich bei Temperaturen zwischen 24 und 28 °C am wohlsten. Die Wasserwerte sollten stabil bleiben, idealerweise mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5, einer GH von 5–15 °dH und einer KH von 2–8 °dH. Eine sanfte Strömung ist zu bevorzugen, da Kampffische in der Natur eher in stehenden oder langsam fließenden Gewässern vorkommen.
Zur Stabilisierung der Wasserqualität und Förderung der Vitalität kann die regelmäßige Zugabe von Fish Huminempfohlen werden, das Huminstoffe ins Wasser einbringt.
Der weibliche Koi-Kampffisch ist ein Fleischfresser, der sich vor allem von tierischer Nahrung ernährt. Eine abwechslungsreiche Fütterung mit Betta Premium Granulat, Frostfutter wie Rote Mückenlarven und gelegentlich Lebendfutter sorgt für kräftige Farben, ein starkes Immunsystem und gute Zuchtchancen.
Kleinere Futterportionen, verteilt auf mehrere Mahlzeiten am Tag, helfen, die Wasserbelastung gering zu halten.
Weibliche Koi-Kampffische können mit ruhigen, friedlichen Arten vergesellschaftet werden. Geeignet sind z. B. kleine Bärblinge, Panzerwelse oder Garnelenarten, die nicht zu klein sind. Aggressive oder sehr flossenknabbernde Fische sollten unbedingt vermieden werden.
Im Gegensatz zu Männchen können Weibchen zeitweise auch in kleinen Gruppen gehalten werden, sofern das Aquarium genügend Platz und Verstecke bietet.
Die Zucht von Betta splendens erfordert spezielle Bedingungen. Das Männchen baut ein Schaumnest an der Wasseroberfläche, in das das Weibchen nach der Paarung die Eier ablegt. Nach dem Ablaichen sollte das Weibchen vorsichtig entfernt werden, da das Männchen die Brutpflege übernimmt. Sobald die Jungfische freischwimmen, wird auch das Männchen entnommen und die Aufzucht mit feinem Lebendfutter wie Infusorien oder Artemia-Nauplien begonnen.
Für ein farbintensives und vitales Tier empfiehlt sich die Kombination aus hochwertiger Ernährung, Huminstoffen und einem gut strukturierten Aquarium mit vielen Rückzugsmöglichkeiten.
Der weibliche Koi-Kampffisch (Betta splendens) ist ein Highlight für jedes Aquarium. Er besticht durch seine außergewöhnliche Farbpracht, sein interessantes Verhalten und seine vergleichsweise einfache Pflege. Mit der richtigen Einrichtung, guter Ernährung und stabilen Wasserwerten lässt sich dieser faszinierende Zierfisch lange gesund und aktiv halten.
| Deutscher Name: | Kampffisch weiblich „Koi“ |
| Wissenschaftlicher Name: | Betta splendens |
| Synonyme / Handelsnamen: | Koi Betta, Koi-Kampffisch, Marmor-Kampffisch |
| Herkunft: | Südostasien (Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam) |
| Herkunftsregion: | Reisfelder, Kanäle, langsam fließende Gewässer |
| Lebenserwartung: | 2–4 Jahre |
| Endgröße: | 5 - 6 cm cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Voll ausgewachsen nach ca. 6–8 Monaten |
| Wasserparameter: | GH: 5–15 °dH / KH: 2–8 °dH / pH: 6,0–7,5 |
| Temperatur: | 24–28 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel |
| Pflegeaufwand: | Wöchentlich 20% Wasserwechsel, konstante Werte, ruhige Umgebung |
| Aquariengröße: | Ab 54 Liter |
| Empfohlene Gruppengröße: | Einzeln oder in Gruppen |
| Futter: | Fleischfresser – Betta-Granulat, Frost- und Lebendfutter |
| Fischgruppe: | Labyrinthfische |
| Schwimmzone: | Mitte / Oben |
| Sozialverhalten: | Teilweise territorial, oft sind die Weibchen deutlich ruhiger |
| Farben / Varianten: | Rot, Schwarz, Weiß, marmoriert |
| Besondere Merkmale: | Labyrinthorgan, farbverstärkende Fütterung macht die Farben noch knalliger |
| Aktivitätsphasen: | Tagaktiv |
| Zucht: | Leicht, bauen Schaumnestbauer, Männchen bewacht Brut |
| Verhalten: | Friedlich mit leichtem Revierverhalten |
| Vergesellschaftung: | Möglich mit friedlichen Arten ohne Flossenzupfen |
| Art | Möglich? | Begründung |
| mit Garnelen | Große Garnelenarten wie Amanogarnelen und Fächergarnelen sind geeignet. Kleine Zwerggarnelen können gefressen werden. | |
| mit Schnecken | Rennschnecken, Posthornschnecken und Geweihschnecken sind sicher. | |
| mit Zwergkrebsen | Kann funktionieren, wenn das Aquarium groß und stark strukturiert ist. Zwergkrebse können Flossen anfressen, vor allem nachts. | |
| mit Großkrebsen | Großkrebse sind stark räuberisch und können Kampffische verletzen oder töten. | |
| mit friedlichen Fischen | Arten wie Keilfleckbärblinge, Salmler und kleine Bärblinge sind unproblematisch, sofern sie nicht an Flossen zupfen. | |
| mit aggressiven Arten | Arten wie Buntbarsche, größere Labyrinthfische oder Makropoden greifen Kampffische an. | |
| mit Welsen | Ruhig, friedlich, bewohnen andere Zonen des Aquariums. | |
| mit Flossenknabberern | Arten wie Sumatrabarben oder manche Salmlerarten zupfen an den langen Flossen. | |
| mit Kampffischen | Männchen sind territorial und aggressiv gegenüber Weibchen außerhalb der Zuchtphase. | |
| mit anderen weiblichen Betta splendens | In größeren Aquarien mit vielen Verstecken möglich. In kleinen Aquarien kann es zu Rangkämpfen kommen. |