Profi Tipp von Lucas Müller
“Osteogaster melanotaenia ist mein Favorit unter den größeren Panzerwels-Arten. Die gelb-grünen Flossen leuchten auf dunklem Sand wunderschön und die Tiere sind unglaublich aktiv. Ein echter Blickfang für jedes Südamerika-Aquarium.”
| Farbe: | Olivgrün bis graubraun mit dunkler Fleckung, Flossen gelb-grün schimmernd |
| Vermehrung: | T-Position, Eier an Scheibe oder Pflanzen, Schlupf nach 3 bis 5 Tagen |
| Herkunft: | Nachzucht |
| Für Anfänger: | Ja, pflegeleicht und robust, für Einsteiger gut geeignet |
Der Gelbflossenpanzerwels XL (Osteogaster melanotaenia) ist ein robuster und attraktiver Panzerwels aus den Flüssen Kolumbiens, der durch seine leuchtenden gelb-grünen Flossen und seinen kräftigen, gepanzerten Körper sofort auffällt. Osteogaster melanotaenia gehört zur artenreichen Familie der Loricariidae und war lange Zeit unter dem Namen Corydoras melanotaenia bekannt, bevor taxonomische Revisionen die Gattung Osteogaster für einige der größeren, robusteren Arten etablierten. Mit einer Körperlänge von bis zu acht Zentimetern ist er einer der größeren Panzerwelse im klassischen Sinne und eignet sich hervorragend als geselliger Bodenbewohner im großen Gemeinschaftsaquarium.
In der Natur bewohnt Osteogaster melanotaenia die klaren bis leicht getrübten Fließgewässer des Río Magdalena-Einzugsgebiets im Westen Kolumbiens. Diese Gewässer zeichnen sich durch weiches bis mittelhartes Wasser, sandige und kiesige Böden mit reichem organischen Material sowie mäßige bis starke Strömungsbereiche aus. Wie alle Panzerwelse lebt er in Gruppen und verbringt den Großteil seines Lebens am Bodengrund, wo er mit seinen nach unten gerichteten Barteln Bodenmaterial nach Nahrung absucht. Die intensive Flossenfärbung mit goldgelbem bis grünlichem Schimmer ist ein unverkennbares Erkennungsmerkmal dieser Art.
Bei GarnelenTv erhältst du Osteogaster melanotaenia XL als qualitativ hochwertige Tiere in ausgewachsener Größe. Die XL-Bezeichnung steht für besonders stattliche, ausgereifte Exemplare, die ihre volle Farbpracht bereits entwickelt haben. Diese Art ist pflegeleicht, friedlich und ideal für erfahrene wie auch fortgeschrittene Aquarianer, die ihren Bodengrund mit einem lebhaften, charaktervollen und optisch ansprechenden Panzerwels bereichern möchten.
Die Geschlechterunterscheidung bei Osteogaster melanotaenia ist bei adulten Tieren gut möglich. Weibchen sind deutlich kompakter und breiter im Bauchbereich, besonders wenn sie laichreif sind. Von oben betrachtet ist der Größenunterschied im Rumpfvolumen zwischen laichreifen Weibchen und schlanken Männchen eindeutig erkennbar. Weibchen wirken insgesamt fülliger und rundlicher, während Männchen schlanker und langgestreckter erscheinen.
Männchen sind in der Regel etwas kleiner und entwickeln bei einigen Osteogaster-Arten feine Odontoden auf den Brustflossen und am Körper, die bei Weibchen nicht oder kaum vorhanden sind. Eine zuverlässige Unterscheidung ist erst bei Tieren ab fünf bis sechs Zentimetern möglich. Für die Zucht empfiehlt sich die Gruppenhaltung von sechs oder mehr Tieren, aus der sich Paare natürlich bilden. Das Verhältnis von zwei Männchen auf drei Weibchen hat sich bewährt.
Osteogaster melanotaenia ist ein geselliger Schwarmfisch, der in Gruppen von mindestens sechs Tieren gehalten werden sollte. Einzelhaltung oder Paarhaltung führen zu dauerhaftem Stress und verkürzter Lebenserwartung. Für eine Gruppe von sechs Tieren ist ein Aquarium ab 80 Litern ausreichend, wobei eine Grundfläche von mindestens 80 mal 35 Zentimetern wichtiger ist als das Volumen. Das Becken sollte gut bepflanzt sein und ausreichend freie Bodenfläche zum Erkunden bieten.
Der Bodengrund sollte aus feinem Sand oder sehr feinem Kies bestehen, da Panzerwelse ihren Barteln entlang des Bodens schieben und scharfkantiges Substrat zu Verletzungen führt. Einrichtungsgegenstände wie Wurzeln, Steine und dichte Bepflanzung mit Cryptocorynen und Echinodorus schaffen Rückzugsmöglichkeiten und reduzieren Stress. Eine sanfte bis mäßige Strömung durch einen externen Filter oder eine Strömungspumpe entspricht dem natürlichen Habitat.
Die optimale Wassertemperatur liegt zwischen 22 und 26 Grad Celsius. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 7,5 liegen, die Gesamthärte (GH) zwischen 5 und 15 °dGH. Regelmäßige Wasserwechsel von 20 bis 25 Prozent wöchentlich halten die Wasserqualität auf gutem Niveau. Fish Humin ist für diese Art eine hervorragende Ergänzung: Die enthaltenen Huminstoffe schaffen leicht gebräuntes, naturnahes Wasser, das die Schleimhautgesundheit der Panzerwelse stärkt und das Wohlbefinden der Tiere deutlich verbessert.
Osteogaster melanotaenia ist ein Allesfresser mit Schwerpunkt auf kleinen Wirbellosen, Larven und organischen Partikeln. Im Aquarium nimmt er sinkendes Granulat und spezielles Wels-Granulat sehr gut an. Frostfutter wie Artemia, Daphnien, Tubifex und Mückenlarven sind begehrte Leckerbissen und fördern die Farbpracht erheblich. Das Futter muss auf den Bodengrund sinken, da Panzerwelse nicht in den freien Wasserraum aufsteigen, um zu fressen.
Zwei kleine Fütterungen täglich sind ideal. Achte darauf, dass das Futter tatsächlich den Bodengrund erreicht und nicht von schnelleren Mitbewohnern abgefangen wird. Welsscheiben, die gegen die Scheibe gedrückt werden, oder Frostfutter-Würfel, die direkt auf den Bodengrund gelegt werden, garantieren eine ausreichende Versorgung. Pflanzliche Kost wie blanchierte Gurke und Zucchini werden als Ergänzung gerne aufgenommen.
Osteogaster melanotaenia ist ausgesprochen friedlich und verträgt sich mit nahezu allen anderen friedlichen Fischarten, die keine Bodenbewohner mit Fresskonkurrenz sind. Als Bodenspezialist ergänzt er Schwarmfische der Mittel- und Oberschicht ideal. Hervorragend passen andere Panzerwelse wie der Elegante Panzerwels oder der Dreibinden-Panzerwels als Bodengruppe.
Mittelschicht-Fische wie der Schmetterlingsbuntbarsch oder der Bolivianische Schmetterlingsbuntbarsch passen gut, solange das Becken ausreichend groß ist. Garnelen werden von Osteogaster melanotaenia vollständig toleriert. Nur sehr kleine Junggarnelen könnten in seltenen Fällen gefressen werden. Schnecken sind sichere Mitbewohner.
Die Zucht von Osteogaster melanotaenia gelingt in einem gut eingerichteten Becken mit weichem, leicht saurem Wasser. Als Auslöser dienen häufige Wasserwechsel mit leicht kühlerem Wasser, was einen Regenreiz simuliert. Das Männchen treibt das Weibchen aktiv an, und die Paarung erfolgt in der klassischen T-Position der Panzerwelse: Das Weibchen nimmt die Spermien des Männchens mit dem Maul auf und befestigt die befruchteten Eier an Pflanzenblättern, Wurzeln oder der Scheibe.
Die Eier sind relativ groß und klar. Die Schlupfzeit beträgt bei 24 bis 25 Grad Celsius etwa drei bis fünf Tage. Die Larven hängen zunächst am Dottersack und werden nach weiteren drei bis vier Tagen frei schwimmend. Zu diesem Zeitpunkt können sie sofort mit feinsten Artemia-Nauplien versorgt werden. Eine Trennung von den Elterntieren ist nicht zwingend notwendig, da Panzerwelse keine ausgeprägte Brutpflege betreiben, aber auch die Eier nicht aktiv fressen.
| Deutscher Name: | Gelbflossenpanzerwels xl |
| Wissenschaftlicher Name: | Osteogaster melanotaenia |
| Synonyme / Handelsnamen: | Green Gold Cory, Corydoras melanotaenia, Gelbflossenpanzerwels |
| Herkunft: | Kolumbien |
| Herkunftsregion: | Kolumbien, Río Magdalena-Einzugsgebiet |
| Lebenserwartung: | 5 bis 8 Jahre |
| Endgröße: | 6 bis 8 cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Mittel |
| Wasserparameter: | GH: 5 bis 15 / KH: 2 bis 10 / pH: 6,0 bis 7,5 |
| Temperatur: | 22 bis 26 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach |
| Pflegeaufwand: | Feiner Sandboden, wöchentlich 20 bis 25 Prozent Wasserwechsel, Gruppenhaltung |
| Aquariengröße: | Ab 80 Liter |
| Empfohlene Gruppengröße: | Gruppe von mindestens 6 Tieren |
| Futter: | Sinkendes Granulat, Frostfutter (Artemia, Daphnien, Tubifex), Welsscheiben, Gemüse |
| Fischgruppe: | Panzerwelse (Loricariidae) |
| Schwimmzone: | Boden |
| Sozialverhalten: | Sehr friedlich, Schwarmfisch, Gruppenhaltung ab 6 Tieren notwendig |
| Farben / Varianten: | Wildform |
| Besondere Merkmale: | Leuchtend gelb-grüne Flossen, einer der größeren Corydoras-Typen, robuste Panzerung |
| Aktivitätsphasen: | Dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber auch aktiv sichtbar |
| Zucht: | Wasserwechsel-Reiz, T-Position, Eier an Pflanzen oder Scheibe, Larven nach 3 bis 4 Tagen frei schwimmend |
| Verhalten: | Friedlich, gesellig, bodennah, aktive Erkundung des Bodengrunds, Schwarmfisch |
| Vergesellschaftung: | Sehr friedlich, ideal für Gemeinschaftsaquarien mit allen friedlichen Arten |
| Art | Möglich? | Begründung |
| mit Garnelen | Garnelen werden vollständig toleriert. | |
| mit Schnecken | Schnecken werden ignoriert. | |
| mit Zwergkrebsen | Zwergkrebse werden vollständig toleriert. | |
| mit Großkrebsen | Friedliche Großkrebse werden toleriert. | |
| mit friedlichen Fischen | Hervorragend mit allen friedlichen Schwarmfischen der Mittel- und Oberschicht. | |
| mit aggressiven Arten | Aggressive Arten können die friedlichen Panzerwelse stressen und verfolgen. | |
| mit Welsen | Andere Panzerwelse sind ideale Bodenbewohner-Mitbewohner. |