Profi Tipp von Lucas Müller
“Apistogramma borelli opal ist mein Favorit für das stimmungsvolle Schwarzwasseraquarium. Auf dunklem Untergrund mit Seemandelbaumblättern und gedämpftem Licht leuchtet das Goldgelb dieser Art wie ein kleines Juwel. Und das Brutpflegeverhalten des Weibchens ist ein echtes Erlebnis.”
| Farbe: | Intensiv goldgelb bis orangegelb mit Perlmuttschimmer (opal), blaue Flossen-Akzente beim Männchen |
| Vermehrung: | Höhlenbrüter, Weibchen betreibt allein Brutpflege, Jungfische nach 2 bis 3 Tagen Larvenphase frei schwimmend |
| Herkunft: | Nachzucht |
| Für Anfänger: | Bedingt, weiches Wasser und Schwarzwasserbedingungen für beste Ergebnisse nötig |
Der Gelbe Zwergbuntbarsch opal (Apistogramma borelli opal) ist einer der friedlichsten, farbintensivsten und beliebtesten Vertreter der Gattung Apistogramma, der südamerikanischen Zwergbuntbarsche. Die Farbform "opal" zeichnet sich durch eine besonders intensive goldgelbe bis orangegelbe Körperfärbung aus, die von einem schimmernden Perlmuttglanz durchzogen wird und dem Tier seinen Beinamen gegeben hat. Apistogramma borelli ist in der Gruppe der Apistos bekannt für sein vergleichsweise ruhiges, wenig aggressives Wesen und eignet sich damit als idealer Einstieg in die faszinierende Welt der Zwergbuntbarschpflege.
In der Natur ist Apistogramma borelli im Einzugsgebiet des Río Paraguay und der Río Paraná in Südamerika verbreitet, mit Schwerpunkten in Paraguay, Bolivien und dem südwestlichen Brasilien. Diese Gewässer sind typische Schwarzwasserbiotope mit weichem, leicht saurem Wasser, reichen organischen Sedimenten, Laubdecken am Boden und mäßigem Lichteinfall. Die "opal"-Farbform ist eine durch selektive Zucht intensivierte Variante der Wildform, die die natürliche Gelbfärbung dieser Art auf ein besonderes Maximum steigert.
Bei GarnelenTv erhältst du Apistogramma borelli opal als qualitativ hochwertige Nachzuchttiere, die bereits an Aquarienbedingungen und Trockenfutter gewöhnt sind. Diese Art ist für Liebhaber charaktervoller, farbenprächtiger Kleinfische ein absoluter Geheimtipp und eignet sich sowohl für das reine Apisto-Becken als auch für ein gut geplantes Gemeinschaftsaquarium mit anderen kleinen, friedlichen Arten.
Die Geschlechterunterscheidung bei Apistogramma borelli ist bei adulten Tieren sehr gut möglich. Männchen der "opal"-Form sind das eigentliche Farbjuwel: Sie zeigen das intensiv goldgelbe bis orangefarbene Prachtkleid mit schimmernden Schuppen, verlängerten Rücken- und Afterflossen und einem eleganten, etwas langgestreckten Körperbau. Männchen werden deutlich größer als Weibchen und erreichen bis zu sieben Zentimeter.
Weibchen sind deutlich kleiner, erreichen maximal vier bis fünf Zentimeter und tragen eine gelbliche bis bräunliche Grundfärbung ohne die intensiven Farbakzente der Männchen. Ihr Bauch ist zur Laichzeit oder wenn sie Jungfische bewachen stark gerundet und weist eine ausgeprägte Gelbfärbung auf. Dieses "Brutkleid" ist ein sicheres Anzeichen für laichbereite oder brütende Weibchen. Der Unterschied zwischen Männchen und Weibchen ist schon bei vier Zentimetern Körperlänge erkennbar.
Für ein Paar Apistogramma borelli opal ist ein Aquarium ab 60 Litern ausreichend, für die empfehlenswerte Haremshaltung mit einem Männchen und zwei bis drei Weibchen empfehlen sich 80 bis 100 Liter. Das Aquarium sollte gut bepflanzt sein und ausreichend Versteckmöglichkeiten in Form von Kokosnusshöhlen, Bambus-Rohren und umgestürzten Keramikgefäßen bieten, da Weibchen diese als Laich- und Brutplätze nutzen. Eine dichte Bepflanzung mit Cryptocorynen, Echinodorus und Schwimmpflanzen schafft die ideale Atmosphäre.
Als typischer bodenorientierter Fisch hält sich Apistogramma borelli opal bevorzugt im unteren Drittel des Beckens auf. Der Bodengrund sollte aus feinem, dunklem Sand bestehen, der die Farben des Tieres besonders gut zur Geltung bringt. Trockenlaub (Seemandelbaumblätter oder Buchenlaub) auf dem Bodengrund imitiert das natürliche Schwarzwasserbiotop und hat eine nachgewiesene positive Wirkung auf Gesundheit und Reproduktionsbereitschaft.
Die optimale Wassertemperatur liegt zwischen 24 und 28 Grad Celsius. Apistogramma borelli opal ist etwas toleranter gegenüber härterem Wasser als viele andere Apistos, bevorzugt aber weiches, leicht saures Wasser: pH 5,5 bis 7,0, GH unter 10 °dGH. Regelmäßige Wasserwechsel von 20 bis 25 Prozent wöchentlich halten die Wasserqualität auf dem nötigen Niveau. Die Kombination aus Fish Humin, Seemandelbaumblättern und einem qualitativ hochwertigen Filter schafft optimale Schwarzwasserbedingungen, bei denen Apistogramma borelli opal sein volles Farbpotenzial entfaltet und regelmäßig laicht.
Apistogramma borelli opal ist ein Fleischfresser, der in der Natur hauptsächlich kleine Wirbellose, Larvenstadien und Kleinkrebse frisst. Im Aquarium nimmt er hochwertiges Flockenfutter und kleines Granulat an. Frostfutter wie Artemia, Cyclops, feinste Daphnien und kleine Mückenlarven sind der bevorzugte Leckerbissen und fördern die Farbpracht erheblich. Mindestens dreimal wöchentlich Frostfutter ist für optimale Kondition und Fortpflanzungsbereitschaft zu empfehlen.
Die Futtermenge sollte sehr klein sein, da diese Zwerge einen entsprechend kleinen Magen haben. Was nach zwei bis drei Minuten nicht gefressen ist, sollte entfernt werden. Zwei kleine Fütterungen täglich sind ideal. Lebendfutter wie Artemia-Nauplien, Mikrowürmer und Daphnien aus sicheren Quellen werden als begehrte Abwechslung angeboten. Während der Brutpflege frisst das Weibchen kaum und sollte nicht mit übermäßigen Futtermengen unter Stress gesetzt werden.
Apistogramma borelli opal ist einer der friedlichsten Vertreter seiner Gattung und kann in einem gut geplanten Gemeinschaftsaquarium mit anderen kleinen, friedlichen Arten gehalten werden. Besonders gut passen kleine Schwarmfische der Mittelschicht als "Dachdeckung", die den Apistos die Sicherheit einer belebten Oberwelt geben. Schmetterlingsbuntbarsche oder Bolivianische Schmetterlingsbuntbarsche sind gut erprobte Mitbewohner.
Kleine Panzerwelse als Bodenbewohner der untersten Schicht ergänzen das Becken ideal, ohne mit dem Apisto zu konkurrieren: Elegante Panzerwelse oder Augenstrich-Panzerwelse passen hervorragend. Garnelen werden in der Regel toleriert, sehr kleine Junggarnelen könnten jedoch gefährdet sein, besonders wenn das Weibchen Brutpflege betreibt. Schnecken werden vollständig ignoriert.
Die Zucht von Apistogramma borelli opal ist in einem gut eingerichteten Becken mit weichem, saurem Wasser ausgesprochen dankbar. Das Weibchen sucht sich eine geeignete Höhle aus, reinigt diese sorgfältig und lockt das Männchen zur Eiablage. Die Eier werden an der Höhlendecke oder den Wänden abgelegt und kleben einzeln fest. Die gesamte Brutpflege liegt beim Weibchen, das das Gelege intensiv bewacht, befächelt und verteidigt, während das Männchen das weitere Revier schützt.
Die Eier schlüpfen nach zwei bis drei Tagen, die Larven hängen weitere zwei bis drei Tage am Dottersack. Danach schwimmen die Jungfische frei und können sofort feinste Artemia-Nauplien aufnehmen. Das Weibchen führt die Schwarmgruppe der Jungfische noch einige Wochen und schützt sie aktiv vor Gefahren. Für eine hohe Überlebensrate empfiehlt sich eine Reduzierung der Mitbewohner im Becken oder ein separates Aufzuchtglas während der Jungfischphase.
| Deutscher Name: | Gelber Zwergbuntbarsch opal |
| Wissenschaftlicher Name: | Apistogramma borelli |
| Synonyme / Handelsnamen: | Borells Zwergbuntbarsch, Apistogramma borelli, Opal-Apisto |
| Herkunft: | Südamerika |
| Herkunftsregion: | Paraguay, Bolivien, Südwestbrasilien, Río Paraguay und Río Paraná |
| Lebenserwartung: | 3 bis 5 Jahre |
| Endgröße: | 5 bis 7 cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Mittel |
| Wasserparameter: | GH: Unter 10 / KH: 1 bis 5 / pH: 5,5 bis 7,0 |
| Temperatur: | 24 bis 28 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel |
| Pflegeaufwand: | Weiches saures Wasser, wöchentlich 20 bis 25 Prozent Wasserwechsel, Höhlen als Brutplätze |
| Aquariengröße: | Ab 60 Liter |
| Empfohlene Gruppengröße: | Paar oder Harem (1 Männchen, 2 bis 3 Weibchen) |
| Futter: | Flockenfutter, kleines Granulat, Frostfutter (Artemia, Cyclops, Daphnien) |
| Fischgruppe: | Zwergbuntbarsche (Cichlidae) |
| Schwimmzone: | Boden |
| Sozialverhalten: | Friedlich, Haremshaltung ideal, Weibchen territorial während Brutpflege |
| Farben / Varianten: | opal (selektive Zuchtform), Wildform |
| Besondere Merkmale: | Friedlichster häufig gehaltener Apistogramma, intensive Goldgelbfärbung der opal-Form, aktive Brutpflege des Weibchens |
| Aktivitätsphasen: | Tagaktiv |
| Zucht: | Höhlenbrüter, Weibchen betreibt Brutpflege, Schlupf nach 2 bis 3 Tagen, Jungfische mit Artemia-Nauplien |
| Verhalten: | Friedlich, bodennah, Weibchen stark territorial bei Brutpflege, Männchen imponierend |
| Vergesellschaftung: | Friedlich, gut für Schwarzwasser-Gemeinschaftsaquarien mit kleinen Arten |
| Art | Möglich? | Begründung |
| mit Garnelen | Erwachsene Garnelen werden toleriert. Sehr kleine Junggarnelen und Larven können bei aktiver Brutpflege gefährdet sein. | |
| mit Schnecken | Schnecken werden vollständig ignoriert. | |
| mit Zwergkrebsen | Zwergkrebse werden toleriert, in Brutpflegephasen könnten sie gefährdet sein. | |
| mit Großkrebsen | Friedliche Großkrebse können in Ausnahmen toleriert werden, aber in Brutpflegephasen riskant. | |
| mit friedlichen Fischen | Hervorragend mit kleinen friedlichen Fischen der Mittelschicht und Schwarmfischen. | |
| mit aggressiven Arten | Aggressive Arten stressen die friedlichen Zwerge dauerhaft. | |
| mit Welsen | Kleine Panzerwelse sind ideale Bodenbewohner-Mitbewohner. |