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Profi Tipp von Lucas Müller
“Der Augenflecksalmler wirkt erst in einer richtig großen Gruppe so richtig beeindruckend. Ab 15–20 Tieren zeigen sie ihr typisches Schwarmverhalten und die Augenflecken kommen im Spiel- und Balzverhalten viel deutlicher zur Geltung. Eine gedämpfte Beleuchtung mit einigen Schwimmpflanzen sorgt dafür, dass die Farben intensiver leuchten und die Tiere deutlich stressfreier sind”
| Farbe: | Silberner Körper, dunkle Rückenlinie, auffälliger Augenfleck nahe der Schwanzwurzel |
| Vermehrung: | Möglich, Freilaicher mit lichtempfindlichen Eiern |
| Herkunft: | Südamerika – Paraguay, Mato Grosso, Río Paraná |
| Für Anfänger: | Sehr gut geeignet – robust, aktiv und friedlich |
Der Augenflecksalmler - Aphyocharax paraguayensis ist ein lebhafter, friedlicher und zugleich auffällig gezeichneter Schwarmfisch aus Südamerika. Sein schlanker, silbrig schimmernder Körper wirkt besonders elegant, während der dunkle Augenfleck an der Schwanzwurzel ihm seinen charakteristischen Namen verleiht. Dieser Fleck dient in der Natur als Ablenkungsmerkmal gegenüber Fressfeinden und sorgt im Aquarium für ein faszinierendes Erscheinungsbild, besonders wenn sich der Schwarm schnell bewegt.
In seiner Heimat lebt der Augenflecksalmler in klaren bis leicht trüben Gewässern des Paraguay- und Paraná-Flusssystems. Dort durchstreift er dicht bewachsene Uferzonen und offene Schwimmbereiche, immer in der Sicherheit seiner Gruppe. Dieses Verhalten zeigt er auch im Aquarium: Erst in großen Gruppen ab zehn, besser zwanzig Tieren, entfaltet er sein typisches Schwarmverhalten und wirkt deutlich selbstbewusster.
Mit einer Endgröße von etwa 4 bis 5 cm gehört die Art zu den kleineren Salmlern, ist jedoch überraschend aktiv und benötigt ausreichend freien Schwimmraum. Gleichzeitig liebt sie eine üppige Rand- und Hintergrundbepflanzung, in der sich die Tiere zurückziehen können. Unter gedämpfter Beleuchtung und mit Schwimmpflanzen zeigt der Augenflecksalmler besonders intensive Farben und wirkt deutlich entspannter.
Sein friedliches Wesen macht ihn zu einem idealen Bewohner für Gesellschaftsaquarien. Er harmoniert mit vielen anderen kleinen, ruhigen Fischarten und lässt sich gut mit Garnelen, Schnecken und zarten Welsen vergesellschaften. Durch sein lebhaftes, aber unaufdringliches Verhalten bringt er Dynamik und Natürlichkeit in jedes Aquarium.
Der Augenflecksalmler ist ein anpassungsfähiger und robuster Schwarmfisch, der dennoch eine gut strukturierte Umgebung benötigt, um sein volles Potenzial zu entfalten. Ein Aquarium ab 80 Litern ist ausreichend, ideal sind jedoch Aquarien ab 100 cm Länge, da die aktiven Tiere viel Schwimmraum benötigen. Eine große Gruppe von mindestens 10–15 Tieren sorgt dafür, dass sich die Salmler sicher fühlen und ihre natürlichen Schwarmbewegungen zeigen.
Das Aquarium sollte sowohl freie Schwimmzonen als auch dicht bepflanzte Randbereiche bieten. Feinfiedrige Pflanzen, Schwimmpflanzen und Wurzeln schaffen eine natürliche Umgebung, die Sicherheit vermittelt. Eine leicht gedämpfte Beleuchtung oder punktuelle Abschattungen durch Schwimmpflanzen lassen die silbrigen Körper und die Augenflecken deutlich intensiver wirken.
Die Wasserwerte sollten stabil und leicht im weichen bis mittelharten Bereich liegen. Ein pH-Wert von 6,0 bis 7,5 ist optimal, ebenso eine Gesamthärte von 2–15 °d GH. Die Temperatur sollte zwischen 22 und 27 °C liegen. Regelmäßige Wasserwechsel (wöchentlich 30 %) fördern die Vitalität und das Schwarmverhalten.
Eine Strömung wird gut angenommen, darf aber nicht zu stark sein, da die Art aus ruhigeren Flusszonen stammt. Eine gute Sauerstoffversorgung ist vorteilhaft, besonders in wärmeren Aquarien. Durch ihre friedliche Art eignen sich die Tiere hervorragend für Gemeinschaftsaquarien, allerdings sollten sie nicht mit sehr großen oder ruppigen Arten zusammen gehalten werden.
Der Augenflecksalmler ist ein typischer Allesfresser mit starker Vorliebe für tierische Kost. In seiner natürlichen Umgebung ernährt er sich überwiegend von kleinen Insektenlarven, Zooplankton und Mikroorganismen, die er geschickt aus der Wassersäule pickt. Dieses aktive Fressverhalten zeigt er auch im Aquarium: Er nimmt nahezu jedes angebotene Futter an, solange es klein genug ist, um problemlos gefressen zu werden.
Als Basis eignet sich hochwertiges Flocken- oder Mikrogranulatfutter, das langsam absinkt. Ergänzend sollten regelmäßig Frost- und Lebendfuttersorten wie Cyclops, Artemia, Daphnien oder feine Mückenlarven gefüttert werden. Besonders Artemia bringt die Farben der Tiere zum Leuchten und fördert ihre Kondition.
Da Augenflecksalmler sehr aktiv sind und ständig in Bewegung, profitieren sie von mehreren kleinen Fütterungen über den Tag verteilt. Dadurch bleiben sie vital, farbintensiv und zeigen ihr natürliches Schwarm- und Balzverhalten besonders ausgeprägt.
Der Augenflecksalmler ist ein ausgesprochen friedlicher und sozialer Schwarmfisch, der sich hervorragend für Gesellschaftsaquarien eignet. Durch sein lebhaftes, aber niemals aggressives Verhalten harmoniert er mit zahlreichen anderen Arten, solange sie ähnliche Ansprüche an Wasserwerte und Temperatur haben. Besonders gut lässt er sich mit kleinen bis mittelgroßen Salmlern, Keilfleckbärblingen, Bärblingenoder friedlichen Lebendgebärenden vergesellschaften.
Auch mit Bodenbewohnern wie Panzerwelsen oder Otocinclus gibt es keinerlei Probleme, da sie völlig unterschiedliche Bereiche im Aquarium nutzen. Garnelen und Schnecken werden nicht belästigt, weshalb auch eine Haltung in Wirbellosenaquarien möglich ist. Besonders Neocaridina-Arten und Amanogarnelen sind geeignete Partner.
Wichtig ist, hektische oder flossenknabbernde Fische zu vermeiden. Arten wie Sumatrabarben, größere Buntbarsche oder territorial starke Cichliden können die kleinen Salmler stressen, was zu ständiger Flucht, Farbverlust und geschwächtem Immunsystem führt. Auch sehr große Fische sind ungeeignet, da die kleinen Salmler im Worst Case als Beute angesehen werden können.
Die Zucht des Augenflecksalmlers ist möglich, gilt aber als etwas anspruchsvoller, da die Tiere Freilaicher sind und ihre Eier sehr lichtempfindlich reagieren. In einem normalen Gesellschaftsaquarium gelingt die Nachzucht kaum, da sowohl die Elterntiere als auch andere Fische die Eier schnell fressen. Für eine erfolgreiche Zucht ist daher ein separates Ablaichbecken notwendig.
Das Zuchtaquarium sollte dicht mit feinfiedrigen Pflanzen wie Javamoos oder Hornkraut bestückt werden. Alternativ eignen sich auch Ablaichgitter, damit die Eier nach unten fallen und nicht erreicht werden können. Weiches Wasser (GH 2–6 °dGH), ein leicht saurer pH-Wert zwischen 6,0 und 6,8 sowie eine Temperatur von 25–27 °C fördern den Ablaichprozess.
Zur Vorbereitung werden ein gut genährtes Pärchen oder ein kleiner Trupp angesetzt. Lebend- und Frostfutter, besonders Artemia und Cyclops, erhöhen die Laichbereitschaft deutlich. Beim Ablaichen verteilen die Tiere ihre kleinen, transparenten Eier frei zwischen Pflanzen oder auf dem Bodengrund. Die Eier sind empfindlich gegenüber Licht, weshalb gedämpfte Beleuchtung wichtig ist.
Die Entwicklungszeit beträgt etwa 24–36 Stunden. Die frisch geschlüpften Larven bleiben zunächst am Substrat haften und leben vom Dottersack. Sobald sie frei schwimmen, benötigen sie sehr feines Aufzuchtfutter wie Infusorien, Rädertierchen oder Staubfutter. Nach etwa einer Woche können frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien gefüttert werden.
Die Jungfische wachsen relativ schnell, bleiben aber empfindlich gegenüber Wasserbelastungen. Kleine, regelmäßige Wasserwechsel und eine stabile Temperatur sind entscheidend für eine erfolgreiche Aufzucht. Mit etwas Geduld entwickeln sich aus den kleinen Larven bald stabile, farbfreudige Salmler, die später typische Schwarmbewegungen zeigen.
Erst in einer großen Gruppe ab 10–15 Tieren zeigt der Augenflecksalmler sein volles Sozialverhalten: synchrones Schwimmen, kleine spielerische Rangeleien und lebhafte Displays, bei denen sein charakteristischer Augenfleck besonders stark zur Geltung kommt. In einer ruhigen, gut strukturierten Umgebung ist er ein äußerst dankbarer und friedlicher Mitbewohner, der viel Leben ins Aquarium bringt.
Der Augenflecksalmler ist ein idealer Bewohner für lebhafte, aber friedliche Gesellschaftsaquarien. Mit seinem eleganten, silbrig glänzenden Körper und dem charakteristischen Augenfleck bringt er eine spannende optische Note ins Aquarium, besonders wenn er sich in einer größeren Gruppe bewegt. Sein ruhiges, geselliges Verhalten macht ihn zu einem dankbaren Mitbewohner, der keinerlei Aggressionen zeigt und harmonisch mit vielen anderen Arten zusammenlebt.
Er ist robust, anpassungsfähig und pflegeleicht, solange er in einer ausreichend großen Gruppe gehalten wird und genügend Schwimmraum zur Verfügung hat. Eine dichte Bepflanzung, sanfte Strömung und gedämpftes Licht lassen ihn seine schönsten Farben zeigen und fördern sein Wohlbefinden.
Wer einen lebhaften, friedlichen und gleichzeitig sehr ästhetischen Schwarmfisch sucht, findet im Augenflecksalmler eine hervorragende Wahl. Er eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Aquarianer und bringt Dynamik, Natürlichkeit und ein harmonisches Erscheinungsbild in jedes Süßwasseraquarium.
| Deutscher Name: | Augenflecksalmler |
| Wissenschaftlicher Name: | Aphyocharax paraguayensis |
| Synonyme / Handelsnamen: | Paraguay-Salmler, Augenpunkt-Salmler |
| Herkunft: | Südamerika: Paraguay, Mato Grosso, Río Paraná |
| Lebenserwartung: | 3–5 Jahre |
| Endgröße: | 4-5 cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Zügig, früh geschlechtsreif |
| Wasserparameter: | GH: 2-15 / KH: 1-8 / pH: 6,0-7,5 |
| Temperatur: | 22-27 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach |
| Pflegeaufwand: | Regelmäßige Wasserwechsel, stabile Werte |
| Aquariengröße: | Ab 80 Liter |
| Empfohlene Gruppengröße: | Mindestens 10–15 Tiere, besser 20+ |
| Futter: | Flocken, Mikrogranulat, Artemia, Cyclops, Daphnien |
| Fischgruppe: | Salmler (Characidae) |
| Schwimmzone: | Mitte |
| Sozialverhalten: | Sehr friedlich, ausgeprägter Schwarmfisch |
| Farben / Varianten: | Silberner Körper, dunkler Rückenstreifen, Augenfleck |
| Besondere Merkmale: | Starker Schwimmtrieb, harmonisches Sozialverhalten |
| Aktivitätsphasen: | Tagaktiv |
| Zucht: | Möglich, Freilaicher mit lichtempfindlichen Eiern |
| Verhalten: | Lebhaft, sozial, unaufdringlich |
| Vergesellschaftung: | Ideal mit friedlichen Kleinfischen und Wirbellosen |