
Profi Tipp von Lucas Müller
“CW-Formen sind bei Panzerwels-Sammlern besonders beliebt wegen ihres einzigartigen Zeichnungsmusters. Ich empfehle, CW107 mit anderen seltenen Corydoras-Formen zu kombinieren für ein faszinierendes Bodenbewohner-Ensemble.”
| Farbe: | Heller, gräulicher Grundton mit charakteristischem Linien- und Fleckenmuster |
| Vermehrung: | Substratlaicher, Kaltreiz als Laichanreiz, Aufzucht mit Artemia-Nauplien |
| Herkunft: | Wildfang |
| Für Anfänger: | Ja, robust und pflegeleicht |
Der CW107 Panzerwels xl (Hoplisoma aff. CW107) ist eine begehrte und seltene Panzerwels-Form aus der CW-Sammlung der internationalen Corydoras-Liebhabergemeinschaft. Die Bezeichnung "aff." steht dabei für das lateinische "affinis", was "verwandt mit" bedeutet und darauf hinweist, dass diese Form der bekannten CW107-Art sehr ähnlich ist, aber möglicherweise eine eigene, noch nicht formell beschriebene Spezies darstellt. Als "xl"-Exemplare werden besonders stattliche, vollständig ausgewachsene Tiere bezeichnet. Wer sich für die faszinierende Welt der Corydoras-Sammlerformen interessiert, wird in Hoplisoma aff. CW107 eine außergewöhnliche Bereicherung seiner Aquarienanlage finden.
Hoplisoma aff. CW107 stammt aus dem tropischen Südamerika, wahrscheinlich aus dem peruanischen oder brasilianischen Teil des Amazonasgebiets. Wie alle Corydoras-Verwandten bewohnt sie flache, langsam fließende Gewässerabschnitte mit sandigem oder schlammigem Bodensubstrat. Diese Biotope zeichnen sich durch organisches Material im Bodenbereich, mäßige Strömung und häufig leicht saures Wasser aus. Die Fähigkeit zur Darmatmung ist für diese Tiere lebenswichtig und macht sie zu robusten Überlebenskünstlern in natürlichen Gewässern.
GarnelenTv bietet Hoplisoma aff. CW107 als handverlesene xl-Exemplare an, die den Unterschied zu gewöhnlichen Panzerwels-Arten auf den ersten Blick zeigen. CW-Formen sind unter Panzerwels-Sammlern besonders begehrt wegen ihrer einzigartigen, oft unverwechselbaren Musterzeichnungen. Diese Tiere stammen aus kontrollierten Haltungsbedingungen und sind bereits gut akklimatisiert, was den Eingewöhnungsprozess in dein Aquarium erheblich erleichtert.
Die Geschlechterunterscheidung bei Hoplisoma aff. CW107 folgt denselben Grundprinzipien wie bei anderen Corydoras-Verwandten. Weibchen sind deutlich voluminöser und breiter im Bauchbereich, was besonders gut bei einem Blick von oben auf das Tier sichtbar ist. Der Bauch wölbt sich bei reifen Weibchen spürbar nach unten, was durch die im Körper gereiften Eier verursacht wird. Weibchen sind insgesamt etwas größer und massiver als die schlanken Männchen.
Männchen wirken schlanker, gestreckter und sind kleiner als die Weibchen. Bei einem direkten Vergleich eines ausgewachsenen Paares sind die Unterschiede klar erkennbar. Zur Laichzeit zeigen Männchen ein intensives Verfolgungsverhalten gegenüber dem Weibchen. Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist erst bei Tieren ab vier Zentimetern Länge verlässlich möglich. Für die Zucht empfiehlt sich die Haltung mehrerer Tiere, da sich Paare aus einer Gruppe natürlich finden.
Für eine Gruppe von sechs Hoplisoma aff. CW107 ist ein Aquarium ab 80 Litern notwendig, da diese als xl-Exemplare etwas größer und aktiver sind als kleine Jungtiere. Für größere, lebendigere Gruppen ab acht Tieren empfehlen sich 100 bis 120 Liter. Absolut unverzichtbar ist feiner, abgerundeter Sand als Bodensubstrat, da diese Art intensiv im Boden wühlt und ihre empfindlichen Barteln bei scharfkantigem Kies beschädigt werden. Die Bodensubstrat-Schicht sollte mindestens fünf Zentimeter tief sein.
Für die Inneneinrichtung eignen sich flache Steine und Wurzeln als Versteckmöglichkeiten, unter denen die Panzerwelse gerne ruhen. Rohren aus Bambus oder Keramik werden ebenfalls als Unterschlupf genutzt. Eine mäßige Bepflanzung mit bodennäheren Pflanzen wie Cryptocorynen schafft eine angenehme, natürliche Atmosphäre. Der Filterdurchfluss sollte ausreichend sein, ohne starke Strömungen zu erzeugen, da Panzerwelse ruhige Gewässer bevorzugen.
Optimal sind Wassertemperaturen zwischen 22 und 26 Grad Celsius. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 7,5 liegen, die Gesamthärte (GH) unter 15 °dGH. Regelmäßige Wasserwechsel von 20 bis 25 Prozent pro Woche sind wichtig für die Gesundheit dieser empfindlichen Bodenbewohner. Fish Humin ist bei Panzerwelsen besonders wertvoll: Die natürlichen Huminstoffe schützen die empfindliche Haut und die Barteln, fördern die natürliche Schleimhautabwehr und wirken stressmindernd, was sich in aktiveren, weniger scheuen Tieren zeigt.
Die Ernährung von Hoplisoma aff. CW107 sollte auf die bodenbewohnende Lebensweise ausgerichtet sein. Spezielle Panzerwels-Tabletten, die auf den Boden sinken und dort langsam zerfallen, sind die ideale Grundnahrung. Hochwertiges sinkendes Granulat ergänzt den Speiseplan gut. Frostfutter wie Tubifex, Artemia, schwarze Mückenlarven und Daphnien werden gerne gefressen und tragen zur optimalen Kondition und lebhaften Farbzeichnung bei.
Die Fütterung sollte bevorzugt abends oder kurz nach dem Dimmen des Lichts erfolgen, da Panzerwelse in der Dämmerung am aktivsten sind. Tagsüber liegen viele Tiere ruhig in Verstecken. Reste am nächsten Morgen müssen entfernt werden, da sie schnell das Wasser belasten. Als Abwechslung eignen sich auch blanchierte Gemüse wie Zucchini, Gurke oder Erbsen, die auf den Bodengrund gelegt werden und gerne angeknabbert werden.
Hoplisoma aff. CW107 ist ein ausgesprochener Friedfisch und kann mit nahezu jeder anderen friedlichen Fischart kombiniert werden. Besonders harmonisch ist die Gemeinschaft mit anderen Corydoras-Arten: Gold-Laser-Panzerwelse, Goldstirn-Panzerwelse und Leopard-Panzerwelse teilen denselben Lebensraum und stören sich gegenseitig nicht.
Auch mit friedlichen Schwarmfischen der Oberschicht, Skalaren oder mittelgroßen Buntbarschen mit ähnlichen Wasserwerten ist die Vergesellschaftung problemlos. Garnelen und Schnecken werden vollständig toleriert. Bei aggressiven Großfischen oder starken Raubfischen ist Vorsicht geboten, da Panzerwelse trotz ihrer Knochenschilder gegenüber wirklich aggressiven Mitbewohnern nicht dauerhaft bestehen können.
Die Zucht von Hoplisoma aff. CW107 funktioniert nach dem klassischen Corydoras-Muster. Als effektivster Laichanreiz gilt ein großer Wasserwechsel von 30 bis 50 Prozent mit Wasser, das zwei bis vier Grad kühler als das Aquarienwasser ist. Dieser Kaltreiz löst innerhalb von Stunden intensive Balzaktivitäten aus. Zusätzlich kann eine Erhöhung der Fütterungsfrequenz mit Frostfutter in den Tagen vor dem geplanten Laichversuch die Kondition der Tiere verbessern.
Während der Balz nimmt das Weibchen die befruchteten Eier in eine Tasche, die durch die Zusammenpressung der Bauchflossen entsteht, transportiert sie zur ausgesuchten Ablagefläche und klebt sie dort fest. Die Eier können an Pflanzenblättern, Wurzeln oder dem Aquarienglas befestigt sein. Für eine gezielte Aufzucht sollte man die Eier täglich in ein separates Aufzuchtbecken mit frischem Wasser und leichter Belüftung überführen. Nach zwei bis drei Tagen schlüpfen die Larven und können nach dem Verbrauch des Dottersacks mit Artemia-Nauplien gefüttert werden.
| Deutscher Name: | CW107 Panzerwels |
| Wissenschaftlicher Name: | Hoplisoma aff. CW107 |
| Synonyme / Handelsnamen: | CW107 Cory, Hoplisoma CW107, Corydoras aff. CW107 |
| Herkunft: | Südamerika |
| Herkunftsregion: | Südamerika, peruanisches oder brasilianisches Amazonasgebiet |
| Lebenserwartung: | 3 bis 5 Jahre |
| Endgröße: | 5 bis 7 cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Mittel |
| Wasserparameter: | GH: Unter 15 / KH: 2 bis 8 / pH: 6,0 bis 7,5 |
| Temperatur: | 22 bis 26 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach |
| Pflegeaufwand: | Wöchentlich 20 bis 25 Prozent Wasserwechsel, feiner Sandbodengrund notwendig |
| Aquariengröße: | Ab 80 Liter |
| Empfohlene Gruppengröße: | Ab 6 Tieren, gerne mehr |
| Futter: | Panzerwels-Tabletten, sinkendes Granulat, Frostfutter, Gemüse |
| Fischgruppe: | Panzerwelse (Callichthyidae) |
| Schwimmzone: | Boden |
| Sozialverhalten: | Friedlich, bodenlebend, Gruppenfisch, sehr verträglich |
| Farben / Varianten: | Wildform, Muster individuell variabel |
| Besondere Merkmale: | CW-Sammlernummer, affinis-Form, bei Sammlern sehr begehrt wegen einzigartigem Muster |
| Aktivitätsphasen: | Tagaktiv und dämmerungsaktiv |
| Zucht: | Kühler Wasserwechsel als Laichanreiz, Eier an Oberflächen kleben, Schlupf nach 2 bis 3 Tagen |
| Verhalten: | Gesellig, aktiv am Boden, friedlich, gräbt und wühlt nach Nahrungspartikeln |
| Vergesellschaftung: | Sehr friedlich, ideal für Gemeinschaftsaquarien und Corydoras-Gesellschaften |
| Art | Möglich? | Begründung |
| mit Garnelen | Garnelen werden vollständig toleriert. | |
| mit Schnecken | Schnecken werden ignoriert. | |
| mit Zwergkrebsen | Zwergkrebse werden toleriert. | |
| mit Großkrebsen | Friedliche Großkrebse werden ohne Probleme toleriert. | |
| mit friedlichen Fischen | Hervorragend mit allen friedlichen Arten aller Wasserschichten kombinierbar. | |
| mit aggressiven Arten | Aggressive Arten stressen die friedlichen Bodenbewohner nachhaltig. | |
| mit Welsen | Verschiedene Corydoras-Arten lassen sich hervorragend gemeinsam halten. |