
Profi Tipp von Lucas Müller
“Axelrods Panzerwels gehört zu den ruhigeren und sensibleren Corydoras-Arten. Mein wichtigster Tipp: unbedingt auf sehr feinen Sand achten. Diese Art gründelt besonders intensiv, und schon leicht scharfkantiger Bodengrund kann zu Bartelverletzungen führen. In gut strukturierten Aquarien mit Laub, Wurzeln und einer Gruppe ab 8 Tieren zeigen sie ein extrem entspanntes, natürliches Verhalten und bleiben dauerhaft gesund.”
| Farbe: | Beigefarbener bis silbriger Körper mit feiner dunkler Zeichnung |
| Vermehrung: | Möglich im Aquarium, aber nicht einfach |
| Wasserwerte: | Weiches bis mittelhartes Wasser, leicht sauer bis neutral |
| Für Anfänger: | Ja, gut geeignet bei Sandboden und Gruppenhaltung |
Der Axelrods Panzerwels (CW 169) ist eine besonders elegante und noch vergleichsweise selten gepflegte Corydoras-Form, die sich durch ihre feine Zeichnung und ihr ruhiges Wesen auszeichnet. Wie alle Panzerwelse gehört auch diese Art zu den klassischen Bodenbewohnern, die ständig mit den empfindlichen Barteln den Untergrund nach Nahrung absuchen. Mit einer Endgröße von etwa 5 bis 6 cm bleibt der Axelrods Panzerwels kompakt und eignet sich hervorragend für mittelgroße Aquarien.
In seiner natürlichen Herkunft aus Südamerika lebt er in langsam fließenden, klaren Gewässern mit sandigem Bodengrund, Laubansammlungen und vielen Versteckmöglichkeiten. Genau diese Bedingungen sollten auch im Aquarium nachgebildet werden. Ein feiner Sandboden ist dabei zwingend erforderlich, da grober Kies die Barteln beschädigen und langfristig zu Entzündungen führen kann. Ergänzt durch Wurzeln, Laub und ruhige Pflanzenbereiche entsteht eine Umgebung, in der sich die Tiere sicher fühlen.
Axelrods Panzerwels ist ein ausgeprägter Gruppentier und sollte niemals einzeln gehalten werden. Erst in einer Gruppe von mindestens 6 bis 8 Tieren zeigt er sein natürliches Verhalten: gemeinsames Gründeln, ruhiges Ruhen nebeneinander und ein lebhaftes, aber niemals hektisches Miteinander. In gut eingespielten Gruppen sind die Tiere auch tagsüber aktiv und gut zu beobachten.
Bei den Wasserwerten zeigt sich Corydoras sp. CW 169 relativ anpassungsfähig, bevorzugt jedoch weiches bis mittelhartes Wasser mit leicht saurem bis neutralem pH-Wert. Temperaturen zwischen 22 und 26 °C sind ideal. Wichtig ist vor allem eine dauerhaft gute Wasserqualität, da Panzerwelse empfindlich auf erhöhte Nitratwerte reagieren. Regelmäßige Wasserwechsel und eine stabile Filterung sind daher Pflicht.
Durch sein friedliches Wesen eignet sich der Axelrods Panzerwels hervorragend für ruhige Gesellschaftsaquarien. Er harmoniert sehr gut mit kleinen Schwarmfischen, anderen Panzerwelsarten sowie Garnelen und Schnecken. Wer Wert auf natürliche Bodenaktivität, soziales Verhalten und eine dezente, elegante Optik legt, findet in diesem Panzerwels eine besonders schöne Bereicherung für das Aquarium.
Der Axelrods Panzerwels benötigt ein gut strukturiertes Aquarium, das seinem natürlichen Lebensraum möglichst nahekommt. Entscheidend ist dabei weniger die Höhe als vielmehr die Grundfläche, da sich die Tiere fast ausschließlich am Boden aufhalten. Ein Aquarium ab etwa 80 Litern bietet ausreichend Platz, um eine kleine Gruppe artgerecht zu pflegen und ihr natürliches Verhalten zu beobachten.
Der Bodengrund spielt eine zentrale Rolle. Feiner, weicher Sand ist zwingend notwendig, da der Axelrods Panzerwels intensiv gründelt und dabei seine empfindlichen Barteln einsetzt. Auf grobem Kies oder scharfkantigem Substrat können diese leicht verletzt werden, was zu Entzündungen und langfristigen Problemen führt. Ergänzend sorgen Wurzeln, Laub und ruhige Randbereiche für Rückzugsmöglichkeiten und ein Gefühl von Sicherheit.
Die Einrichtung sollte naturnah, aber nicht überladen sein. Freie Sandflächen wechseln sich idealerweise mit bepflanzten Zonen ab. Robuste Pflanzen, die nicht ausgegraben werden, sowie Laubschichten aus Seemandelbaum- oder Buchenblättern unterstützen zusätzlich die Wasserbiologie und fördern das natürliche Verhalten der Tiere.
Bei den Wasserwerten bevorzugt der Axelrods Panzerwels weiches bis mittelhartes Wasser mit leicht sauren bis neutralen pH-Werten. Temperaturen zwischen 22 und 26 °C sind optimal. Besonders wichtig ist eine stabile Wasserqualität mit niedrigen Nitratwerten, da Panzerwelse empfindlich auf Belastungen reagieren. Regelmäßige Wasserwechsel und eine ruhige, gleichmäßige Strömung tragen wesentlich zum Wohlbefinden bei.
In einer ausreichend großen Gruppe und unter stabilen Bedingungen zeigt der Axelrods Panzerwels ein entspanntes, aktives Verhalten und ist tagsüber gut sichtbar. Ein solches Umfeld bildet die Grundlage für gesunde, langlebige Tiere und ein harmonisches Aquarium leben.
Der Axelrods Panzerwels ist ein typischer Bodenfresser, der den größten Teil des Tages damit verbringt, den Sand nach Nahrung zu durchsuchen. In der Natur ernährt er sich von kleinen Wirbellosen, Insektenlarven, Würmchen und organischen Partikeln, die sich im Bodengrund sammeln. Dieses natürliche Suchverhalten zeigt er auch im Aquarium sehr ausgeprägt.
Für eine gesunde Entwicklung ist es wichtig, dass die Tiere gezielt gefüttert werden und nicht nur von Futterresten anderer Fische leben müssen. Besonders gut geeignet sind sinkende Futtersorten wie spezielle Panzerwels-Tabletten, Soft-Pellets oder feines Granulat, das schnell den Bodengrund erreicht. Diese Futtersorten ermöglichen es den Tieren, in Ruhe zu fressen, ohne in Konkurrenz mit schnelleren Schwimmern zu geraten.
Zusätzlich sollte regelmäßig Frost- oder Lebendfutter angeboten werden. Artemia, Cyclops, kleine Mückenlarven oder Grindalwürmer sorgen für Abwechslung, fördern das natürliche Fressverhalten und unterstützen Vitalität sowie Farben. Gerade in Gruppen ist zu beobachten, dass die Tiere bei abwechslungsreicher Fütterung deutlich aktiver und selbstbewusster auftreten.
Gefüttert wird idealerweise in den Abendstunden oder an ruhigen Stellen im Aquarium, an denen wenig Strömung herrscht. So wird sichergestellt, dass das Futter auch wirklich bei den Panzerwelsen ankommt. Eine maßvolle, regelmäßige Fütterung in Kombination mit guter Wasserhygiene ist der Schlüssel zu gesunden, langlebigen Axelrods Panzerwelsen.
Der Axelrods Panzerwels ist ein ausgesprochen friedlicher Bodenbewohner und eignet sich hervorragend für ruhige Gesellschaftsaquarien. Er zeigt keinerlei Revierverhalten und geht Konflikten konsequent aus dem Weg. Durch seine bodenorientierte Lebensweise kommt er anderen Fischarten kaum in die Quere, was ihn zu einem sehr unkomplizierten Mitbewohner macht.
Am besten harmoniert er mit ebenso friedlichen Schwarmfischen, die überwiegend die mittleren oder oberen Wasserzonen nutzen. Kleine Salmler, Bärblinge oder ruhige Lebendgebärende sorgen für Bewegung im Aquarium, ohne die Panzerwelse zu stressen. In solcher Gesellschaft bleibt Corydoras sp. CW 169 aktiv, gründelt offen und zieht sich nicht scheu zurück.
Auch die Vergesellschaftung mit anderen Panzerwelsarten ist möglich, sofern ausreichend Platz und feiner Sandboden vorhanden sind. Wichtig ist, dass die Gesamtzahl der Bodenbewohner nicht zu hoch wird, damit alle Tiere genügend Raum zum Gründeln finden. Innerhalb einer Gruppe zeigt der Axelrods Panzerwels ein ausgeprägtes Sozialverhalten und fühlt sich in der Nähe von Artgenossen besonders sicher.
Garnelen und friedliche Schnecken stellen ebenfalls kein Problem dar. Die Panzerwelse zeigen keinerlei Interesse an Wirbellosen und profitieren im Gegenteil davon, dass Futterreste gemeinsam verwertet werden. Nicht geeignet ist hingegen die Haltung mit aggressiven, sehr großen oder extrem hektischen Fischarten. Diese verursachen dauerhaften Stress, was sich negativ auf das Wohlbefinden und die Lebenserwartung der sensiblen Panzerwelse auswirkt.
In einem ruhig besetzten Aquarium mit passenden Mitbewohnern entwickelt sich der Axelrods Panzerwels zu einem äußerst harmonischen und langlebigen Pflegling, der das Bodenleben auf natürliche Weise bereichert.
Die Zucht des Axelrods Panzerwelses (CW 169) ist im Aquarium möglich, erfordert jedoch stabile Bedingungen, Geduld und etwas Erfahrung. Wie bei vielen Corydoras-Arten wird die Fortpflanzung meist durch Veränderungen der Umwelt ausgelöst, die die natürliche Regenzeit simulieren. Entscheidend sind dabei sehr sauberes Wasser, gute Kondition der Elterntiere und eine ruhige Umgebung ohne Stress.
Zur Anregung der Laichbereitschaft haben sich regelmäßige, etwas größere Wasserwechsel mit leicht kühlerem und weicherem Wasser bewährt. Dadurch wird ein natürlicher Reiz gesetzt, der bei gut genährten Tieren häufig zu Laichaktivität führt. Temperaturen um 23–25 °C sowie ein leicht saurer pH-Wert unterstützen diesen Prozess zusätzlich. Eine abwechslungsreiche Fütterung mit Frost- und Lebendfutter im Vorfeld erhöht die Chancen deutlich.
Die Eiablage erfolgt typisch für Panzerwelse. Das Weibchen sammelt die Eier zunächst zwischen den Bauchflossen und klebt sie anschließend gezielt an Aquarienscheiben, Pflanzenblätter oder glatte Dekoration. Eine Brutpflege findet nicht statt, weshalb es sinnvoll ist, die Eier nach dem Ablaichen abzusammeln oder die Elterntiere umzusetzen, da sie den Laich sonst fressen können.
Nach etwa drei bis fünf Tagen schlüpfen die Larven, abhängig von Temperatur und Wasserqualität. In den ersten Tagen ernähren sich die Jungfische vom Dottersack. Anschließend benötigen sie sehr feines Futter wie Infusorien, Mikrowürmchen oder frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien. Besonders wichtig ist in dieser Phase eine hervorragende Wasserhygiene, da die Jungtiere äußerst empfindlich auf Belastungen reagieren.
Mit ruhigen Bedingungen, sauberem Wasser und gleichmäßiger Fütterung wachsen die Jungfische stetig heran und erreichen nach mehreren Monaten die typische Größe und Zeichnung. Eine erfolgreiche Nachzucht ist anspruchsvoll, aber für erfahrene Aquarianer durchaus realistisch und eine besondere Bereicherung.
| Deutscher Name: | Axelrods Panzerwels |
| Wissenschaftlicher Name: | Corydoras sp. |
| Synonyme / Handelsnamen: | Axelrod’s Corydoras |
| Herkunft: | Südamerika |
| Herkunftsregion: | Amazonasgebiet |
| Lebenserwartung: | Ca. 5 – 8 Jahre |
| Endgröße: | Etwa 5 – 6 cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Mäßig |
| Wasserparameter: | GH: 2 bis 15 / KH: 0 bis 8 / pH: 6,0 bis 7,5 |
| Temperatur: | 22 – 26 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach |
| Pflegeaufwand: | Regelmäßige Wasserwechsel, feiner Sandboden notwenig |
| Empfohlene Gruppengröße: | Mindestens 6–8 Tiere |
| Futter: | Allesfresser; sinkendes Trockenfutter, Frost- und Lebendfutter |
| Fischgruppe: | Panzerwelse (Callichthyidae) |
| Schwimmzone: | Boden |
| Sozialverhalten: | Sehr friedlich, ausgeprägtes Gruppenverhalten |
| Farben / Varianten: | Beige, silbrig, feine dunkle Muster |
| Besondere Merkmale: | Empfindliche Barteln, intensives Gründeln |
| Aktivitätsphasen: | Vorwiegend tagsüber aktiv |
| Zucht: | Möglich im Aquarium |
| Verhalten: | Ruhig, gesellig, nicht territorial |
| Vergesellschaftung: | Mit friedlichen Fischen, Garnelen und Schnecken geeignet |
| Art | Möglich? | Begründung |
| mit Garnelen | Axelrods Panzerwelse sind absolut friedlich und zeigen keinerlei Jagdverhalten. Garnelen, auch Jungtiere, werden vollständig ignoriert. Beide Arten profitieren davon, dass Futterreste am Boden gemeinsam verwertet werden. | |
| mit Schnecken | Schnecken sind ideale Mitbewohner, da sie keine Konkurrenz darstellen und die ruhigen Panzerwelse nicht stressen. Die Vergesellschaftung ist dauerhaft problemlos. | |
| mit Zwergkrebsen | In gut strukturierten Aquarien mit vielen Verstecken kann es funktionieren. Neugierige Zwergkrebse können jedoch nach den Barteln greifen, was Stress oder Verletzungen verursachen kann. | |
| mit Großkrebsen | Großkrebse wie Procambarus-Arten sind räuberisch und stellen eine ernsthafte Gefahr für Panzerwelse dar. Eine gemeinsame Haltung ist nicht artgerecht. | |
| mit friedlichen Fischen | Sehr gut geeignet mit ruhigen Schwarmfischen wie Salmlern, Bärblingen oder kleinen Lebendgebärenden. Diese nutzen andere Wasserzonen und verursachen keinen Stress. | |
| mit aggressiven Arten | Aggressive oder sehr hektische Fische stressen die sensiblen Panzerwelse dauerhaft. Dies führt zu Scheu, Futterverweigerung und erhöhter Krankheitsanfälligkeit. | |
| mit Welsen | Ruhige Bodenbewohner wie andere Corydoras-Arten sind möglich, sofern genügend Platz vorhanden ist. Sehr große oder revierbildende Welse sind ungeeignet. |