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Profi Tipp von Lucas Müller
“Beim Koi Kohaku Guppy ist die Qualität der Farbzeichnung entscheidend. Achte gezielt auf klare Rot Weiß Abgrenzungen ohne Ausfransen. Tiere mit unsauberer Zeichnung verlieren diese oft mit zunehmendem Alter oder unter Stress. In ruhigen Aquarien mit stabilen Wasserwerten bleibt das Farbmuster deutlich konstanter.”
| Farbe: | Weißer Grundkörper mit klar abgegrenzten roten Kohaku Zeichnungen |
| Vermehrung: | Einfach |
| Herkunft: | Nachzuchten |
| Für Anfänger: | Ja sehr robust und anpassungsfähig |
Der Guppy Koi Kohaku ist eine hochwertige Zuchtform des Poecilia reticulata, die sich optisch am bekannten japanischen Kohaku Koi orientiert. Typisch ist die kontrastreiche Kombination aus kräftigem Rot auf möglichst reinweißem Körpergrund. Ziel dieser Zuchtlinie ist eine klare, scharf abgegrenzte Zeichnung ohne graue Übergänge oder verwaschene Farbzonen. Je gleichmäßiger das Weiß und je intensiver das Rot, desto höher wird die Qualität des Tieres eingeschätzt. Besonders bei ausgewachsenen Männchen kommt das Muster voll zur Geltung und wirkt bei guter Pflege sehr stabil.
Die Wildform des Guppys stammt aus Mittel und Südamerika und bewohnt dort überwiegend ruhige bis langsam fließende Gewässer wie Bäche, Tümpel und Randbereiche größerer Flüsse. Diese Herkunft erklärt die hohe Anpassungsfähigkeit der Art an unterschiedliche Wasserbedingungen. Der Koi Kohaku Guppy wurde über viele Generationen selektiert, behält aber das robuste Grundverhalten seiner Ursprungsform bei.
Im Aquarium zeigt der Guppy Koi Kohaku ein ausgesprochen lebhaftes und aktives Verhalten. Er ist nahezu ständig in Bewegung, erkundet das gesamte Aquarium und hält sich bevorzugt in den mittleren und oberen Wasserschichten auf. Männchen balzen regelmäßig und präsentieren ihre Farben gegenüber Weibchen und anderen Männchen. Aggressives Verhalten tritt dabei nicht auf, stattdessen handelt es sich um typische Imponiergesten. Weibchen sind deutlich größer, ruhiger und verbringen mehr Zeit mit der Nahrungssuche.
Besonders hervorzuheben ist die hohe soziale Verträglichkeit dieser Guppy Variante. Sie eignet sich sehr gut für klassische Gesellschaftsaquarien und bringt durch ihre Farben und permanente Aktivität viel Leben ins Aquarium. Bei stabilen Wasserwerten, ruhiger Umgebung und ausgewogener Fütterung zeigen die Tiere ein langanhaltend intensives Farbbild und eine hohe Vitalität.
Für die dauerhafte Haltung des Guppy Koi Kohaku eignen sich Aquarien ab einer Größe von etwa 60 Litern. Obwohl Guppys relativ klein bleiben, benötigen sie ausreichend Schwimmraum, da sie sehr aktiv sind und sich ständig im Aquarium bewegen. Größere Aquarien wirken sich positiv auf das Verhalten, die Farbentwicklung und die allgemeine Stressresistenz der Tiere aus.
Die Einrichtung sollte eine ausgewogene Kombination aus freien Schwimmzonen und dichter Bepflanzung bieten. Pflanzen am Rand und im Hintergrund schaffen Struktur und dienen gleichzeitig als Rückzugsorte, insbesondere für trächtige Weibchen und Jungfische. Feinfiedrige Pflanzen sind besonders sinnvoll, da sie Schutz bieten und das natürliche Verhalten fördern. Als Bodengrund eignen sich Sand oder feiner Kies, da der Guppy keinen direkten Bodenkontakt benötigt.
Die Wasserwerte sollten stabil gehalten werden. Guppys bevorzugen leicht bis mäßig hartes Wasser mit einem neutralen bis leicht alkalischen pH Wert. Eine gleichmäßige Temperatur im Bereich zwischen 22 und 26 Grad ist ideal. Wichtig ist eine zuverlässige Filterung mit moderater Strömung, da starke Strömung die Tiere unnötig stresst. Wurzeln und Dekorationselemente strukturieren das Aquarium zusätzlich und sorgen für optische Tiefe, ohne den Schwimmraum einzuschränken.
Der Guppy Koi Kohaku ist ein anpassungsfähiger Allesfresser, dessen natürliches Fressverhalten aus kleinen Insektenlarven, Aufwuchs, Algenbestandteilen und organischen Partikeln besteht. Diese Vielseitigkeit sollte auch im Aquarium berücksichtigt werden, um Gesundheit, Farben und Fortpflanzung dauerhaft zu unterstützen.
Als Hauptfutter eignen sich hochwertige Flocken oder feines Granulat mit ausgewogenem pflanzlichem und tierischem Anteil. Ergänzend fördern Frostfuttersorten wie Artemia, Cyclops oder Daphnien die Farbausprägung und Kondition der Tiere. Pflanzliche Bestandteile sind ebenfalls wichtig und können über spirulinahaltiges Futter oder feinen Aufwuchs im Aquarium abgedeckt werden.
Die Fütterung sollte in kleinen Portionen erfolgen, idealerweise zwei bis drei Mal täglich, sodass das Futter innerhalb kurzer Zeit aufgenommen wird. Überfütterung belastet die Wasserqualität und wirkt sich negativ auf Vitalität und Lebenserwartung aus. Abwechslungsreiche, maßvolle Fütterung sorgt beim Guppy Koi Kohaku für stabile Farben, aktives Verhalten und eine hohe Zuchtbereitschaft.
Der Guppy Koi Kohaku ist ein ausgesprochen friedlicher und sozialer Zierfisch, der sich sehr gut für das klassische Gesellschaftsaquarium eignet. Er zeigt weder Revierverhalten noch Aggressionen gegenüber anderen Arten und geht Konflikten aktiv aus dem Weg. Durch sein ruhiges Wesen trägt er zu einer harmonischen Aquariengemeinschaft bei.
Geeignete Mitbewohner sind vor allem ebenfalls friedliche, nicht zu große Fische, die ähnliche Wasserwerte bevorzugen. Wichtig ist, dass keine stark territorialen oder sehr hektischen Arten eingesetzt werden, da diese die Guppys dauerhaft stressen können. Besonders die langflossigen Männchen reagieren empfindlich auf Flossenzupfer oder dominante Arten.
Während der Fortpflanzungsphase ändert sich das Verhalten nur geringfügig. Männchen balzen intensiver, Weibchen ziehen sich häufiger in strukturierte Bereiche zurück. Aggressives Verhalten oder Verteidigung von Brutrevieren tritt nicht auf. Eine gut strukturierte Einrichtung mit Rückzugsmöglichkeiten sorgt dafür, dass auch in gemischten Aquarien dauerhaft Ruhe herrscht.
Die Zucht des Guppy Koi Kohaku ist unkompliziert und auch für Einsteiger gut umsetzbar, da es sich um einen lebendgebärenden Fisch handelt. Nach der Paarung entwickelt das Weibchen die Jungfische im Körper und bringt sie nach einer Tragezeit von etwa vier Wochen vollständig entwickelt zur Welt. Eine gezielte Laichvorbereitung ist nicht notwendig, da sich die Tiere bei guten Haltungsbedingungen regelmäßig vermehren.
Eine Brutpflege findet nicht statt. Adulte Tiere zeigen kein Schutzverhalten gegenüber dem Nachwuchs und können Jungfische fressen. Aus diesem Grund ist eine dichte Bepflanzung oder der Einsatz von feinfiedrigen Pflanzen entscheidend, um den Jungtieren ausreichend Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Alternativ können trächtige Weibchen kurzzeitig separiert werden, wobei Stress möglichst vermieden werden sollte.
Die Aufzucht der Jungfische gelingt bei stabilen Wasserwerten problemlos. Als Erstfutter eignen sich feines Staubfutter oder frisch geschlüpfte Artemia Nauplien. Bei regelmäßiger, sparsamer Fütterung und guter Wasserqualität wachsen die Jungtiere zügig heran und zeigen bereits früh erste Farbansätze
| Deutscher Name: | Guppy Koi Kohaku |
| Wissenschaftlicher Name: | Poecilia reticulata |
| Synonyme / Handelsnamen: | Koi Guppy Kohaku; Designer Guppy Koi |
| Herkunft: | Mittel und Südamerika Ursprung Wildform |
| Herkunftsregion: | Karibikraum und nördliches Südamerika |
| Lebenserwartung: | 2 bis 3 Jahre |
| Endgröße: | Männchen ca. 3 bis 4 cm Weibchen ca. 5 bis 6 cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Schnell |
| Wasserparameter: | GH: 5 bis 20 / KH: 3 bis 12 / pH: 6,8 bis 8,0 |
| Temperatur: | 22 bis 26 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach |
| Pflegeaufwand: | Gering, regelmäßige Wasserwechsel empfohlen |
| Aquariengröße: | Ab 60 Liter |
| Empfohlene Gruppengröße: | Mindestens 6 Tiere mit deutlichem Weibchenüberschuss |
| Futter: | Allesfresser Trockenfutter Frostfutter pflanzliche Anteile |
| Fischgruppe: | Lebendgebärende Zahnkarpfen |
| Schwimmzone: | Mitte / Oben |
| Sozialverhalten: | Sehr friedlich gesellig nicht territorial |
| Farben / Varianten: | Weiß mit kräftigen roten Kohaku Zeichnungen |
| Besondere Merkmale: | Koi Kohaku Muster mit klaren Farbabgrenzungen |
| Aktivitätsphasen: | Überwiegend tagsüber aktiv |
| Zucht: | Sehr einfach regelmäßig im Aquarium möglich |
| Verhalten: | Friedlich sehr aktiv sozial |
| Vergesellschaftung: | Sehr gut für friedliche Gesellschaftsaquarien geeignet |
| Art | Möglich? | Begründung |
| mit Garnelen | Adulte Garnelen werden in der Regel ignoriert. Junggarnelen können jedoch gefressen werden, insbesondere in offenen Aquarien ohne dichte Bepflanzung oder feine Rückzugsstrukturen. In gut strukturierten Aquarien mit Moosen und Verstecken ist eine Vergesellschaftung möglich. | |
| mit Schnecken | Sehr gut geeignet. Guppys zeigen keinerlei Interesse an Schnecken, weder an Gehäuseschnecken noch an Napfschnecken. Es kommt zu keinerlei Belästigung oder Konkurrenz. | |
| mit Zwergkrebsen | Ruhige, friedliche Zwergkrebsarten können funktionieren, sofern ausreichend Struktur und Rückzugsräume vorhanden sind. Sehr aktive oder territoriale Arten können Guppys stressen oder Flossen beschädigen. | |
| mit Großkrebsen | Großkrebse stellen eine akute Gefahr dar, da sie Guppys jagen, festhalten oder verletzen können. | |
| mit friedlichen Fischen | Sehr gut geeignet. Ruhige Schwarmfische und friedliche Bodenbewohner sind ideale Mitbewohner und sorgen für ein harmonisches Gesellschaftsaquarium. | |
| mit aggressiven Arten | Aggressive oder territoriale Arten verursachen Stress, Flossenschäden und können Guppys dauerhaft schwächen. | |
| mit Welsen | Friedliche Bodenwelse wie Panzerwelse oder Otocinclus harmonieren sehr gut, da sie andere Schwimmzonen nutzen und keinerlei Konkurrenz darstellen. |