
Profi Tipp von Lucas Müller
“Perlhuhnbärblinge wirken am schönsten in einem dicht bepflanzten Aquarium mit vielen feinen Pflanzenstrukturen wie Javamoos oder Wasserpest. Ein Geheimtipp ist, das Aquarium mit gedämpftem Licht zu beleuchten – dann leuchten die weißen Punkte auf dem Körper und die roten Flossen noch intensiver. Ich selbst halte diese Art am liebsten in Gruppen von mindestens zwanzig Tieren, da das Schwarmverhalten dann besonders beeindruckend ist.”
| Farbe: | Dunkelblauer Körper mit weißen Punkten („Perlenmuster“), rote Flossen |
| Vermehrung: | Möglich, Freilaicher, Eier werden zwischen feinen Pflanzen abgelegt |
| Herkunft: | Nachzuchten |
| Wasserwerte: | Weich bis mittelhart |
| Für Anfänger: | Ja, sehr gut geeignet, wenn eine Gruppe gepflegt wird |
Der Perlhuhnbärbling, auch als Galaxy Rasbora bekannt, zählt zu den beliebtesten Nano-Fischen in der Aquaristik. Mit seiner geringen Endgröße von nur etwa zwei bis zweieinhalb Zentimetern eignet er sich hervorragend für bepflanzte Gesellschaftsaquarien und Aquascapes. Ursprünglich stammt er aus Myanmar, wo er in kleinen Seen und Sümpfen entdeckt wurde. Heute ist er weltweit verbreitet und wird aufgrund seiner Farbenpracht und seines friedlichen Wesens sehr geschätzt.
Sein Aussehen macht ihn einzigartig: Der dunkelblaue Körper ist mit vielen kleinen weißen Punkten übersät, die an das Gefieder eines Perlhuhns erinnern und ihm seinen deutschen Namen verliehen haben. Dazu kommen intensiv rote Flossen, die vor allem bei den Männchen stark ausgeprägt sind. Das Farbspiel kommt besonders in dicht bepflanzten Aquarien mit gedämpfter Beleuchtung zur Geltung, wo die Tiere regelrecht zu leuchten scheinen.
Perlhuhnbärblinge sind sehr lebhafte Schwarmfische, die in Gruppen von mindestens zehn, besser zwanzig oder mehr Exemplaren gepflegt werden sollten. Erst in einem großen Schwarm entfalten sie ihr faszinierendes Sozialverhalten und zeigen die volle Farbintensität. Dabei sind sie friedlich und stellen weder für Garnelen noch für Schnecken eine Gefahr dar, wodurch sie auch in kleinen Gesellschaftsaquarien eine perfekte Wahl sind.
Der Perlhuhnbärbling fühlt sich in einem gut bepflanzten Aquarium ab etwa 30 Litern besonders wohl. Je größer die Gruppe ist, desto besser kommt sein Schwarmverhalten zur Geltung, weshalb eine Haltung ab zwanzig Tieren ideal ist. Dichte Pflanzenbestände, feinfiedrige Arten wie Javamoos oder Wasserpest und einige offene Schwimmzonen schaffen ein harmonisches Umfeld, das den natürlichen Lebensräumen in Myanmar nachempfunden ist.
Die Wasserwerte sollten im leicht sauren bis neutralen Bereich liegen, wobei ein pH-Wert von 6,0 bis 7,5 am besten geeignet ist. Temperaturen zwischen 22 und 27 °C sowie weiches bis mittelhartes Wasser sorgen für optimale Bedingungen. Eine regelmäßige Pflege mit wöchentlichen Teilwasserwechseln trägt entscheidend zum Wohlbefinden der Tiere bei.
Besonders intensiv zeigen Perlhuhnbärblinge ihre Farben, wenn das Aquarium mit dunklem Bodengrund ausgestattet ist und die Beleuchtung leicht gedämpft bleibt. Unter solchen Bedingungen wirken die weißen Punkte wie funkelnde Sterne, während die roten Flossen einen leuchtenden Kontrast setzen.
Der Perlhuhnbärbling ist ein kleiner Allesfresser, der in seiner Heimat winzige Insektenlarven, Kleinstkrebse und pflanzliche Bestandteile aufnimmt. Im Aquarium zeigt er sich sehr unkompliziert, benötigt jedoch Futter in besonders feiner Form, damit es von den kleinen Mäulern gut aufgenommen werden kann. Hochwertiges Granulat in Nano-Körnung oder feines Flockenfutter bilden die Basis der täglichen Ernährung.
Um die Farben zu intensivieren und die Vitalität der Tiere zu fördern, sollten zusätzlich regelmäßig Lebend- oder Frostfutter wie Cyclops, Artemia-Nauplien oder Daphnien angeboten werden. Diese Futtersorten regen den natürlichen Jagdinstinkt an und werden von den Fischen gierig aufgenommen. Auch pflanzliche Bestandteile wie Spirulina oder Gemüseanteile im Trockenfutter wirken sich positiv auf die Gesundheit und Farbintensität aus.
Da die Tiere eher vorsichtig fressen und nur kleine Portionen aufnehmen können, empfiehlt es sich, mehrmals täglich kleine Mengen zu füttern. Auf diese Weise bleibt das Futter frisch, wird vollständig gefressen und die Wasserqualität im Aquarium nicht unnötig belastet.
Der Perlhuhnbärbling ist ein sehr friedlicher und geselliger Schwarmfisch, der sich hervorragend für Gesellschaftsaquarien eignet. Durch seine geringe Körpergröße stellt er keinerlei Gefahr für Garnelen oder Schnecken dar und ist damit auch eine ideale Ergänzung in bepflanzten Garnelenaquarien oder Aquascapes. Besonders harmonisch wirkt er zusammen mit anderen kleinen Fischen wie Boraras-Arten, Rasboras oder Smaragdbärblingen, die ähnliche Ansprüche an Wasserwerte und Aquarieneinrichtung haben.
Auch eine Vergesellschaftung mit friedlichen Bodenfischen wie Corydoras oder Otocinclus ist problemlos möglich, da sich die Tiere unterschiedliche Schwimmzonen teilen und ein lebendiges, aber ruhiges Gesamtbild entsteht. Aggressive oder große Arten sind ungeeignet, da sie die kleinen Bärblinge bedrängen oder als Beute ansehen könnten. In einem gut bepflanzten Aquarium mit friedlichen Mitbewohnern zeigt der Perlhuhnbärbling sein volles Potential und begeistert durch sein Schwarmverhalten und seine außergewöhnliche Farbzeichnung.
Die Zucht des Perlhuhnbärblings ist im Aquarium möglich und gelingt mit etwas Erfahrung recht zuverlässig. Die Tiere gehören zu den Freilaichern und legen ihre Eier bevorzugt in feinfiedrigen Pflanzen wie Javamoos oder Wasserpest ab. Da die Elterntiere keinerlei Brutpflege betreiben und die Eier sowie Jungfische gefressen werden können, empfiehlt sich ein separates Zuchtaquarium oder zumindest ein sehr dicht bepflanztes Aquarium. Nach dem Ablaichen sollten die adulten Tiere entfernt werden, um die Überlebenschancen des Nachwuchses zu erhöhen. Die winzigen Larven schlüpfen nach etwa zwei Tagen und benötigen zunächst Infusorien oder spezielles Staubfutter für Jungfische. Schon nach wenigen Tagen nehmen sie auch Artemia-Nauplien an. Mit Geduld und kontinuierlicher Fütterung lassen sich so kleine Schwärme heranziehen.
Ein hilfreicher Tipp für die Pflege ist die regelmäßige Zugabe vonFish Humin, das das Wasser mit wertvollen Huminstoffen anreichert. Diese Stoffe fördern nicht nur das Wohlbefinden und die Farbenpracht der Tiere, sondern stabilisieren auch das Aquarienmilieu und tragen zu einer naturnahen Umgebung bei.
Der Perlhuhnbärbling ist einer der schönsten und zugleich friedlichsten Nano-Fischefür bepflanzte Aquarien. Mit seiner geringen Größe, dem leuchtenden Perlmuster und den roten Flossen sorgt er für einzigartige Farbakzente, ohne andere Bewohner zu stören. In Gruppen von mindestens zehn, besser zwanzig Tieren entfaltet er sein faszinierendes Schwarmverhalten und wird zum lebendigen Mittelpunkt im Aquarium. Dank seiner Anpassungsfähigkeit, seines friedlichen Wesens und seiner leuchtenden Farben ist er sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Aquarianer eine hervorragende Wahl.
| Deutscher Name: | Perlhuhnbärbling, Galaxy Rasbora |
| Wissenschaftlicher Name: | Danio margaritatus (Synonym: Celestichthys margaritatus) |
| Synonyme / Handelsnamen: | Galaxy Rasbora, Microrasbora sp. „Galaxy“ |
| Herkunft: | Südostasien |
| Herkunftsregion: | Myanmar (Shan-Staat, kleine Seen und Sümpfe) |
| Lebenserwartung: | 3 – 5 Jahre |
| Endgröße: | 2 – 2,5 cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Schnell, geschlechtsreif nach 4–5 Monaten |
| Wasserparameter: | GH: 2 – 15 / KH: 0 – 8 / pH: 6,0 – 7,5 |
| Temperatur: | 22 – 27 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach |
| Pflegeaufwand: | Wöchentlich 20% Wasserwechsel, stabile Wasserwerte sind wichtig |
| Aquariengröße: | Ab 30 Litern, für große Schwärme ab 54 Liter |
| Empfohlene Gruppengröße: | Mindestens 10 Tiere, besser 20+ für schönes Schwarmbild |
| Futter: | Feines Lebend- und Frostfutter, feines Trockenfutter |
| Fischgruppe: | Bärblinge |
| Schwimmzone: | Mitte / Oben |
| Sozialverhalten: | Sehr friedlich, Schwarmfisch |
| Farben / Varianten: | Dunkelblauer Körper mit weißen Punkten, rote Flossen |
| Besondere Merkmale: | Intensive Farben bei gedämpftem Licht, leuchtendes |
| Aktivitätsphasen: | Tagaktiv |
| Zucht: | Möglich, Freilaicher, Eier werden zwischen Pflanzen verteilt |
| Verhalten: | Lebhaft, friedlich, schwimmt gerne in lockeren Schwärmen |
| Vergesellschaftung: | Sehr gut mit Garnelen, Schnecken und anderen kleinen Fischen |
| Art | Möglich? | Begründung |
| mit Garnelen | Der Perlhuhnbärbling ist klein und friedlich. Selbst junge Garnelen werden in gut bepflanzten Aquarien nicht beachtet, weshalb er als idealer Beifisch für Garnelenaquarien gilt. | |
| mit Schnecken | Schnecken wie Geweih- oder Posthornschnecken werden komplett ignoriert. Sie besetzen unterschiedliche ökologische Nischen und stören sich nicht gegenseitig. | |
| mit Zwergkrebsen | In stark bepflanzten, gut strukturierten Aquarien ist eine Vergesellschaftung möglich. Einzelne Krebse können jedoch nach schlafenden Fischen schnappen, weshalb Vorsicht geboten ist. | |
| mit Großkrebsen | Arten wie Procambarus oder Cherax sind räuberisch. Aufgrund der geringen Größe des Perlhuhnbärblings besteht ein hohes Risiko, dass er gefressen wird. | |
| mit friedlichen Fischen | Perfekte Mitbewohner sind kleine, ruhige Arten wie Boraras, Smaragdbärblinge, Zwergbärblinge oder Otocinclus. Sie teilen die Ansprüche an Wasserwerte und Verhalten, ohne die Bärblinge zu bedrängen. | |
| mit aggressiven Arten | Aggressive oder große Fische wie Skalare oder Buntbarsche bedrängen die kleinen Perlhuhnbärblinge, die dadurch Stress erleiden oder gefressen werden können. | |
| mit Welsen | Sehr gut geeignet- | |
| mit Kampffischen | In dicht bepflanzten Aquarien kann es funktionieren. Ruhige Betta-Männchen akzeptieren den Schwarm oft, dominante Tiere können aber nachstellen. Rückzugsmöglichkeiten sind Pflicht. |