
Profi Tipp von Lucas Müller
“Blutsalmler zeigen ihre intensiv rote Farbe und das typische lebhafte Verhalten am besten in größeren Gruppen. Halte sie in einem Schwarm von mindestens zwölf bis fünfzehn Tieren – dann wirken sie nicht nur harmonischer, sondern zeigen auch deutlich weniger Aggressionen untereinander. Ein dunkler Bodengrund und gedämpftes Licht verstärken die Rotfärbung enorm und lassen den Schwarm wie ein leuchtendes Feuer durchs Aquarium ziehen.”
| Farbe: | Intensiv rot, Männchen oft kräftiger gefärbt, schwarze Flossensäume |
| Vermehrung: | Einfach, Freilaicher |
| Herkunft: | Nachzuchten |
| Wasserwerte: | Weich bis mittelhart |
| Für Anfänger: | Ja, geeignet für Einsteiger, wenn als Gruppe gepflegt |
Der Blutsalmlerzählt zu den beliebtesten südamerikanischen Salmlern in der Aquaristik. Mit seiner leuchtend roten Körperfarbe und den dunklen Flossensäumen ist er ein echter Hingucker, der in größeren Gruppen wie ein lebendiges Feuer durch das Aquarium zieht. Ursprünglich stammt die Art aus Paraguay und dem angrenzenden Brasilien, wo sie in langsam fließenden Flüssen, Tümpeln und überschwemmten Waldgebieten vorkommt.
Im Aquarium überzeugt der Blutsalmler durch sein lebhaftes Verhalten. Die Tiere sind ständig in Bewegung und zeigen besonders in einer Gruppe von mindestens zwölf bis fünfzehn Exemplaren ihr faszinierendes Schwarmverhalten. Einzelne Tiere oder zu kleine Gruppen können dagegen unruhig wirken und zu ruppigem Verhalten gegenüber Artgenossen neigen. Erst in einem ausreichend großen Schwarm verteilt sich die innerartliche Aggression, und die Tiere schwimmen harmonisch zusammen.
Die Farbintensität des Blutsalmlers ist stark von den Haltungsbedingungen abhängig. Allerdings sind unsere Nachzuchten extra Rot und kommen schon in einer tollen roten Färbung an. Ein dunkler Bodengrund, gedämpftes Licht und eine abwechslungsreiche Ernährung mit hochwertigem Futter lassen das Rot besonders kräftig erstrahlen. Männchen zeigen dabei meist eine intensivere Färbung und imponieren gerne mit aufgestellten Flossen. Trotz ihrer lebhaften Art sind Blutsalmler grundsätzlich friedliche Aquarienbewohner, die sich sehr gut mit anderen Fischarten vergesellschaften lassen, solange diese nicht zu klein oder zu langsam sind.
Der Blutsalmler fühlt sich in Aquarien ab einer Größe von 80 Litern wohl, besser noch in größeren Aquarien, in denen er als aktiver Schwarmfisch genügend Schwimmraum findet. Eine Gruppe von mindestens zwölf bis fünfzehn Tieren ist Pflicht, da sich die Tiere nur in dieser Anzahl sicher fühlen und innerartliche Rangeleien gleichmäßig verteilen. In zu kleinen Gruppen neigen Blutsalmler zu ruppigem Verhalten, das in einem ausreichend großen Schwarm kaum auffällt.
Die Wasserwerte sollten im leicht sauren bis neutralen Bereich liegen, wobei ein pH-Wert von 6,0 bis 7,5 und eine Gesamthärte zwischen 2 und 15 °dGH optimal sind. Temperaturen von 22 bis 27 °C entsprechen den natürlichen Bedingungen ihrer Heimat. Eine regelmäßige Pflege mit wöchentlichen Wasserwechseln und stabile Wasserparameter sind entscheidend für die Gesundheit und Farbintensität dieser Salmler.
Für die Einrichtung empfiehlt sich ein dunkler Bodengrund. Dichte Randbepflanzungen und einige Versteckmöglichkeiten geben den Fischen Sicherheit, während freie Schwimmzonen Platz für ihr lebhaftes Schwimmverhalten schaffen. Gedämpfte Beleuchtung wirkt sich zusätzlich positiv auf die Farben aus.
Der Blutsalmler ist ein typischer Allesfresser und nimmt im Aquarium nahezu jedes angebotene Futter an. Für eine ausgewogene Ernährung sollte er sowohl mit Trockenfutter als auch mit Frost- und Lebendfutter versorgt werden. Hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter in passender Größe bildet die Grundlage, während regelmäßig gereichte Leckerbissen wie Artemia, Cyclops oder Mückenlarven für Abwechslung sorgen und die Tiere vital halten.
Da Blutsalmler sehr lebhafte Schwarmfische sind, nehmen sie das Futter meist gierig an. Um sicherzustellen, dass alle Tiere etwas abbekommen, sollte das Futter in kleinen Portionen mehrmals täglich gegeben werden. Auf diese Weise wird eine gleichmäßige Versorgung gewährleistet und gleichzeitig verhindert, dass Reste im Aquarium liegen bleiben und die Wasserqualität beeinträchtigen.
Der Blutsalmler ist ein lebhafter, aber grundsätzlich friedlicher Schwarmfisch, der sich gut für Gesellschaftsaquarien eignet. Wichtig ist jedoch, ihn immer in einer ausreichend großen Gruppe von mindestens zwölf bis fünfzehn Tieren zu halten. In zu kleinen Gruppen kann es vorkommen, dass einzelne Tiere ruppig werden und an den Flossen anderer Fische zupfen. In einem großen Schwarm verteilt sich dieses Verhalten und die Tiere wirken deutlich harmonischer.
Besonders gut lässt sich der Blutsalmler mit ähnlich robusten, friedlichen Arten vergesellschaften. Dazu zählen andere Salmler, Bärblinge oder Panzerwelse, die ähnliche Ansprüche an Wasserwerte und Aquariengestaltung haben. Auch Garnelen und Schnecken sind in der Regel sicher, solange es sich um größere Arten handelt, wie die Amanogarnele. Weniger geeignet sind sehr langsame oder langflossige Arten wie Guppys oder Skalare, da diese von den neugierigen Blutsalmlern an den Flossen gezupft werden können.
Insgesamt gilt: Wer auf eine große Gruppe achtet und die richtigen Mitbewohner wählt, hat mit dem Blutsalmler einen attraktiven, aktiven Schwarmfisch, der für viel Bewegung und Farbenspiel im Aquarium sorgt.
Die Zucht des Blutsalmlers ist im Aquarium möglich, erfordert jedoch eine gezielte Vorbereitung. Da es sich um Freilaicher handelt, werden die Eier während des Ablaichens verstreut und haften häufig an feinen Pflanzen oder Moosen. Eine gezielte Zucht gelingt am besten in einem separaten Zuchtaquarium, das dicht mit feinfiedrigen Pflanzen wie Javamoos ausgestattet ist oder mit einem Laichrost versehen wird, damit die Eier nach dem Absetzen vor den Elterntieren geschützt sind.
Vor dem Ansetzen sollten die Zuchtpaare mit reichlich Lebend- und Frostfutter konditioniert werden, damit sie in Laichstimmung kommen. Häufig beginnen die Tiere dann schon in den frühen Morgenstunden mit dem Ablaichen. Ein Weibchen kann dabei bis zu 200 Eier ablegen. Die Elterntiere sollten unmittelbar nach der Eiablage wieder entfernt werden, da sie keinerlei Brutpflege betreiben und die Eier ansonsten schnell auffressen.
Die Entwicklung verläuft recht zügig: Nach etwa einem bis zwei Tagen schlüpfen die Larven, die sich zunächst am Substrat festsaugen. Nach weiteren drei bis vier Tagen beginnen die Jungfische frei zu schwimmen. In dieser Phase benötigen sie sehr feines Futter wie Infusorien oder spezielles Staubfutter. Nach wenigen Tagen können auch Artemia-Nauplien angeboten werden, die ein schnelles Wachstum fördern. Mit ausreichend Pflege und regelmäßigem Wasserwechsel lassen sich so innerhalb weniger Wochen kleine, farbenprächtige Jungschwärme aufziehen.
Ein hilfreicher Tipp für die Pflege ist die regelmäßige Zugabe vonFish Humin, das das Wasser mit wertvollen Huminstoffen anreichert. Diese Stoffe fördern nicht nur das Wohlbefinden und die Farbenpracht der Tiere, sondern stabilisieren auch das Aquarienmilieu und tragen zu einer naturnahen Umgebung bei.
Der Blutsalmler ist ein farbenprächtiger und lebhafter Schwarmfisch, der mit seiner intensiven Rotfärbung sofort ins Auge fällt und in größeren Gruppen ein faszinierendes Bild im Aquarium abgibt. Wird er in einer ausreichend großen Gruppe gehalten, zeigt er ein harmonisches Sozialverhalten und wird zu einem aktiven, aber friedlichen Mitbewohner. Besonders eindrucksvoll wirkt er in dicht bepflanzten Aquarien mit dunklem Bodengrund und gedämpfter Beleuchtung, wo seine Farben besonders kräftig zur Geltung kommen. Mit seiner Robustheit, seiner Attraktivität und seinem lebendigen Schwarmverhalten ist der Blutsalmler eine hervorragende Wahl für Einsteiger wie auch für erfahrene Aquarianer, die ihr Aquarium mit einem auffälligen Farbakzent bereichern möchten.
| Deutscher Name: | Blutsalmler |
| Wissenschaftlicher Name: | Hyphessobrycon callistus |
| Synonyme / Handelsnamen: | Serpae Tetra, Blut-Tetra |
| Herkunft: | Südamerika |
| Herkunftsregion: | Paraguay, Brasilien (Guaporé-Fluss und Zuflüsse) |
| Lebenserwartung: | 4 – 6 Jahre |
| Endgröße: | 4 – 5 cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Relativ schnell, nach 5–6 Monaten ausgewachsen |
| Wasserparameter: | GH: 2 – 15 / KH: 0 – 8 / pH: 6,0 – 7,5 |
| Temperatur: | 22 – 27 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach |
| Pflegeaufwand: | Wöchentlich 20% Wasserwechsel, Gruppenhaltung entscheidend |
| Aquariengröße: | Ab 80 Liter |
| Empfohlene Gruppengröße: | Mindestens 10–12 Tiere, besser 15+ |
| Futter: | Allesfresser – Trocken-, Frost- und Lebendfutter |
| Fischgruppe: | Salmler |
| Schwimmzone: | Mitte |
| Sozialverhalten: | Lebhaft, innerartlich manchmal ruppig, im Schwarm jedoch verträglich |
| Farben / Varianten: | Kräftig rote Körperfarbe, schwarze Flossensäume, Männchen intensiver gefärbt |
| Besondere Merkmale: | Lebendiges Schwarmverhalten, schöne intensive Rotfärbung bei passendem Licht |
| Aktivitätsphasen: | Tagaktiv |
| Zucht: | Möglich, Freilaicher mit spezieller Vorbereitung |
| Verhalten: | Aktiv, neugierig, in großen Gruppen friedlicher |
| Vergesellschaftung: | Mit ruhigen, nicht zu kleinen Arten gut möglich |
| Art | Möglich? | Begründung |
| mit Garnelen | Nur mit größeren Garnelen, wie der Amanogarnele möglich. | |
| mit Schnecken | Klappt wunderbar. | |
| mit Zwergkrebsen | In großen, bepflanzten Aquarien möglich, einzelne Übergriffe sind nicht auszuschließen. | |
| mit Großkrebsen | Zu räuberisch, kleine Fische werden gefressen. | |
| mit friedlichen Fischen | Ideal mit anderen robusten Salmlern, Bärblingen oder Panzerwelsen. | |
| mit aggressiven Arten | Große oder aggressive Fische bedrängen oder fressen Blutsalmler. | |
| mit Welsen | Klappt wunderbar und stellt keine Probleme dar. | |
| mit Kampffischen | Kampffische sind Einzelgänger und sollten nicht mit anderen Zierfischen Vergesellschaftet werden. |