
Profi Tipp von Lucas Müller
“Der Smaragdbärbling zeigt seine intensiv leuchtend grüne Farbe am schönsten, wenn er in einem dunkler gestalteten Aquarium mit feinem Bodengrund und dichter Bepflanzung gehalten wird. Ein zusätzlicher Trick: Setze die Fische in größere Gruppen von 15 oder mehr Tieren – dann fühlen sie sich nicht nur sicherer, sondern wirken durch ihr lebhaftes Schwarmverhalten noch beeindruckender.”
| Farbe: | Leuchtend smaragdgrün, durchsichtig schimmernder Körper |
| Vermehrung: | Möglich, Eierleger mit Freilaichverhalten |
| Herkunft: | Nachzuchten |
| Wasserwerte: | Weich bis mittelhart |
| Für Anfänger: | Ja auch für Nano Aquarien geeignet |
Der Smaragdbärbling (Microdevario kubotai) gehört zu den kleinsten und farbintensivsten Schwarmfischen in der Aquaristik. Mit einer Endgröße von nur rund 3 Zentimetern eignet er sich hervorragend für bepflanzte Gesellschaftsaquarien und Nano-Aquarien. Ursprünglich stammt die Art aus Myanmar und Thailand, wo sie in kleinen Bächen, Sümpfen und langsam fließenden Gewässern vorkommt. Dort lebt sie in großen Schwärmen dicht unter der Wasseroberfläche und fällt durch ihr einzigartig leuchtendes Grün sofort ins Auge.
Im Aquarium überzeugt der Smaragdbärbling durch sein lebhaftes Schwarmverhalten. Erst in einer Gruppe von mindestens 10 bis 15 Tieren entfaltet er seine volle Wirkung, da die Fische sich sicherer fühlen und ihr typisches Schwimmverhalten zeigen. Besonders eindrucksvoll wirkt der Kontrast des smaragdgrünen Körpers vor einem dunklen Bodengrund und inmitten dichter Bepflanzung, wo das Farbspiel der Tiere regelrecht zu leuchten beginnt.
Der Smaragdbärbling ist ein friedlicher Begleiter, der sich bestens mit Garnelen, Schnecken und anderen kleinen Fischen vergesellschaften lässt. Durch seine geringe Größe und seine friedliche Art gehört er zu den idealen Bewohnern für Nano-Aquarien und bepflanzte Aquascapes, wo er lebendige Farbakzente setzt und zugleich durch seine Bewegung Leben in die obere und mittlere Schwimmzone bringt.
Der Smaragdbärbling fühlt sich in einem gut bepflanzten Aquarium mit einer Größe ab etwa 30 Litern besonders wohl, besser noch in etwas größeren Becken, in denen er sein Schwarmverhalten voll entfalten kann. Eine dichte Bepflanzung bietet Schutz und Rückzugsmöglichkeiten, während freie Schwimmräume genügend Platz für die lebhafte Bewegung der Tiere schaffen. Besonders eindrucksvoll wirkt der Smaragdbärbling in Aquarien mit dunklem Bodengrund und dezenten Lichtverhältnissen, da sein smaragdgrüner Körper hier besonders intensiv zur Geltung kommt.
Die Wasserwerte sollten im leicht sauren bis neutralen Bereich liegen, wobei ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 optimal ist. Temperaturen von 22 bis 27 °C entsprechen den natürlichen Bedingungen in seinen Heimatgewässern und fördern die Vitalität der Tiere. Weiches bis mittelhartes Wasser wird am besten vertragen. Eine gute Filterung sorgt für klares, sauerstoffreiches Wasser, das den Bedürfnissen dieser kleinen Bärblinge entgegenkommt.
Der Smaragdbärbling ist ein Allesfresser, der in seiner südostasiatischen Heimat winzige Insektenlarven, Kleinstkrebstiere und pflanzliche Bestandteile aufnimmt. Im Aquarium zeigt er sich unkompliziert und nimmt sowohl feines Trockenfutter als auch Frost- und Lebendfutter problemlos an. Besonders vital bleiben die Tiere, wenn sie regelmäßig mit kleinen Futtersorten wie Cyclops, Artemia-Nauplien oder feinem Mückenlarvenfutter versorgt werden, da dies ihrem natürlichen Nahrungsspektrum am nächsten kommt.
Für die tägliche Fütterung eignet sich ein hochwertiges Granulat- oder Flockenfutter in sehr feiner Körnung, das von den kleinen Mäulern leicht aufgenommen werden kann. Ergänzend sorgen pflanzliche Bestandteile wie Spirulina-Anteile im Trockenfutter für eine ausgewogene Ernährung. Entscheidend ist, dass die Nahrung stets in kleinen Portionen gereicht wird, die schnell gefressen werden können, damit keine Reste im Aquarium verbleiben. Wer den Smaragdbärbling abwechslungsreich ernährt, wird mit leuchtenden Farben und einem besonders aktiven Schwarm belohnt.
Die Nachzucht des Smaragdbärblings im Aquarium ist möglich, erfordert jedoch etwas Fingerspitzengefühl. Die Tiere gehören zu den Freilaichern und geben ihre Eier bevorzugt zwischen feinfiedrigen Pflanzen oder Moosen ab. Ein separates Zuchtaquarium mit dichtem Javamoos oder Laichmopps erhöht die Chancen, da die Eier dort besser vor dem Gefressen werden geschützt sind. Nach der Eiablage sollten die Elterntiere möglichst entfernt werden, da sie weder Brutpflege betreiben noch Rücksicht auf den Nachwuchs nehmen.
Die winzigen Larven schlüpfen nach ein bis zwei Tagen und benötigen zunächst sehr feines Futter wie Infusorien oder spezielles Staubfutter für Jungfische. Nach einigen Tagen nehmen sie auch Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen an. Mit zunehmendem Wachstum sind die Jungfische relativ robust, doch die ersten Tage nach dem Schlupf gelten als entscheidend für das Gelingen der Zucht. Geduld und eine konstante Wasserqualität sind hier die wichtigsten Faktoren.
Tipp:
Ein hilfreicher Tipp für die Pflege ist die regelmäßige Zugabe vonFish Humin, das das Wasser mit wertvollen Huminstoffen anreichert. Diese Stoffe fördern nicht nur das Wohlbefinden und die Farbenpracht der Tiere, sondern stabilisieren auch das Aquarienmilieu und tragen zu einer naturnahen Umgebung bei.
Der Smaragdbärbling gehört zu den faszinierendsten Nano-Fischen überhaupt. Seine leuchtend grüne Färbung macht ihn zu einem echten Blickfang, der jedes Aquarium bereichert. Mit seiner geringen Größe, seinem friedlichen Wesen und seiner unkomplizierten Haltung eignet er sich hervorragend für bepflanzte Gesellschaftsaquarien und ist auch für Einsteiger eine gute Wahl. Besonders eindrucksvoll kommt er in größeren Schwärmen zur Geltung, wenn er seine volle Farbintensität zeigt und gemeinsam mit seinen Artgenossen lebhaft durch das Aquarium zieht. Wer ein harmonisches Aquarium mit lebendigen Farben schaffen möchte, wird mit dem Smaragdbärbling lange Freude haben.
| Deutscher Name: | Smaragdbärbling |
| Wissenschaftlicher Name: | Microdevario kubotai |
| Synonyme / Handelsnamen: | Green Neon Rasbora, Smaragd-Zwergbärbling |
| Herkunft: | Südostasien |
| Herkunftsregion: | Myanmar und West-Thailand, kleine Fließgewässer und Sümpfe |
| Lebenserwartung: | 3 – 5 Jahre |
| Endgröße: | 2,5 – 3 cm |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Schnell, nach 4–5 Monaten ausgewachsen |
| Wasserparameter: | GH: 2 – 15 / KH: 0 – 10 / pH: 6,0 – 7,5 |
| Temperatur: | 22 – 27 °C |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach |
| Pflegeaufwand: | Wöchentliche Wasserwechsel, stabile Wasserwerte wichtig |
| Aquariengröße: | Ab 30 Liter |
| Empfohlene Gruppengröße: | Mindestens 10–15 Tiere, besser größere Schwärme |
| Futter: | Feines Lebend- und Frostfutter, feines Trockenfutter |
| Fischgruppe: | Bärblinge |
| Schwimmzone: | Mitte / Oben |
| Sozialverhalten: | Sehr friedlich, Schwarmfisch |
| Farben / Varianten: | Leuchtend smaragdgrün, transparenter Körper |
| Besondere Merkmale: | Extrem kleine Art, intensives Farbspiel bei Schwarmhaltung |
| Aktivitätsphasen: | Tagaktiv |
| Zucht: | Möglich, Freilaicher, aber eher anspruchsvoll |
| Verhalten: | Friedlich, lebhaft, schwimmt stets im Schwarm |
| Vergesellschaftung: | Sehr gut mit Garnelen, Schnecken und anderen friedlichen Nano-Fischen |
| Art | Möglich? | Begründung |
| mit Garnelen | Smaragdbärblinge ignorieren adulte Garnelen. Winzige Junggarnelen können in sehr unbepflanzten Aquarien als Beute enden. Dichte Bepflanzung/Moose schützt den Nachwuchs. | |
| mit Schnecken | Keine Gefahr, Schnecken werden ignoriert. | |
| mit Zwergkrebsen | Wenn genügend Verstecke vorhanden sind, klappt es oft. Neugierige Krebse können aber nach den Fischen schnappen. | |
| mit Großkrebsen | Großkrebse wie Procambarus sind räuberisch und gefährlich für die kleinere Fische | |
| mit friedlichen Fischen | Perfekt geeignet mit kleinen Schwarmfischen (z. B. Salmler, Bärblinge, Zwergbuntbarsche). | |
| mit aggressiven Arten | Räuberische oder sehr aktive Arten (z. B. Skalare, große Buntbarsche) stressen oder fressen die kleinen | |
| mit Welsen | Gut verträglich mit friedlichen Bodenbewohnern wie Corydoras oder kleinen Ancistrus. | |
| mit Kampffischen | Nein, Kampffische sind Einzelgänger und sollten nicht mit anderen Fischen Vergesellschaftet werden. |